Markus Kraft, amtierender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Uehlfeld, und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) beim Händeschütteln, dieses Bild wird in Zukunft das Feuerwehrhaus in Uehlfeld schmücken.
Aufgenommen wurde es im Park von Schloss Schleißheim bei München anlässlich des großen Empfangs von Ministerpräsident Seehofer und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) für die Fluthelfer bei der Hochwasserkatastrophe im Juni.
3000 ehrenamtliche Helfer als Stellvertreter für ihre rund 100 000 Kameraden waren geladen, darunter auch der Uehlfelder Kommandant als einer von 14 bedachten Feuerwehren des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim.
Sein erster Gedanke nach der kurzfristig erhaltenen Einladung: "Bei uns hängt seit den 80er Jahren ein Foto des damaligen Kommandanten Herbert Wettschureck zusammen mit Franz-Josef Strauß. Vielleicht kann ich das ja aktuell ergänzen."
So
einfach war das dann aber doch nicht. Bei 3000 Gästen, den zahlreichen anwesenden Politikern und Ehrengästen auch nur in die Nähe des Ministerpräsidenten zu kommen, schien unmöglich.
Doch das Glück war Markus Kraft hold. Einem Kameraden aus Erding erzählte er die Geschichte des alten Fotos und seines wohl unerfüllbaren Wunsches, als unerwartet ein weiterer Gast sich dazugesellte. Dieser entpuppte sich als Journalist mit kompletter Ausrüstung. Der wollte den Versuch wagen, doch die Probleme waren damit noch nicht gelöst. Trotz Presseausweis war es in der Menge fast unmöglich, an Horst Seehofer nahe genug für ein schönes Bild heranzukommen.
Da fasste sich Kraft ein Herz und erzählte seine Geschichte ein drittes Mal - dieses Mal einem Bodyguard: Ob der Ministerpräsident wohl für ein Foto zur Verfügung stände? Die freundliche Antwort: "Das fragst du ihn am besten selbst." Der Guard schob den verdutzten Kommandanten direkt neben Horst Seehofer. Auch der hörte sich die Story vom Foto mit Franz-Josef Strauß amüsiert an und wollte nur noch wissen: "Wo ist Ihr Fotograf?"
Und damit war die Sache geritzt. Herbert Dryzga, der freundliche Journalist, brauchte nur noch seine Kamera in Stellung zu bringen, und der Wunsch des Uehlfelder Kommandanten wurde erfüllt.
"Ich hätte nie gedacht, dass so viele glückliche Umstände zusammenkommen müssen für ein einziges Foto", sagte Kraft gegenüber unserer Zeitung. "Doch jetzt freut es mich ungemein, dass in Zukunft die Bilder von zwei Ministerpräsidenten gemeinsam mit Uehlfelder Kommandanten in der Geschichte der Uehlfelder Feuerwehr erscheinen."