Kunigunde Riedel aus Kairlindach ist seit 1966 beim Mütterkreis der evangelischen Pfarrei Kairlindach dabei und übernahm diesen vor 17 Jahren als Leiterin. Für dieses Engagement bekam sie am Montag aus den Händen von Landrat Eberhard Irlinger (SPD) das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. "Ich habe vier Kinder, wollte einfach mal etwas anderes machen und wieder ich selbst sein, deshalb schloss ich mich dem Mütterkreis an", erklärte Kunigunde Riedel.
Derzeit trifft sich der Mütterkreis jeden Mittwoch von Oktober bis April. Im Laufe der Jahre wurde der erste Gedanke, jungen Müttern eine Abwechslung zum Familienalltag zu bieten, ständig erweitert. Heute sei der Mütterkreis eine nicht mehr wegzudenkende Bereicherung für die Kirchengemeinde Kairlindach, lobte der Landrat.
Der Mütterkreis übernimmt die verschiedensten Aufgaben, angefangen beim Schmücken der Kirche zu Festtagen und zu jeder Jahreszeit. Zum Einsatz kommen dabei meist nur Blumen aus den eigenen Gärten der Mitglieder. Musikalisch werden Hochzeiten, Taufen, aber auch Beerdigungen durch den Mütterkreis umrahmt. Neben dem Adventskranz binden wird seit 1988 auch der Osterbrunnen von den Müttern geschmückt. Als Kennerin des Geschehens vor Ort sei Kunigunde Riedel eine große Hilfe und Unterstützung für die jeweiligen Pfarrer.
Kunigunde Riedel selbst zeigte sich bescheiden. "Ich kann es kaum glauben, dass ich diese Auszeichnung erhalten habe. Ich mache doch nur das, was mir Spaß macht, nämlich anderen zu helfen." Danke sagte die Geehrte auch ihren vielen Müttern, die sie bei der Arbeit tatkräftig unterstützen. Sie erinnerte sich auch noch an die Anfangsjahre, als ihre Kinder manchmal fragten, wann sie denn endlich wieder einmal zu Hause ist. Natürlich waren die Töchter Barbara und Jutta - die Zwillinge feierte just am Montag ihren 49. Geburtstag - sowie Karin bei der Verleihung anwesend, Sohn Lothar war verhindert.
Mit einem Gedicht, das Kunigunde Riedel selbst geschrieben hat, endete die Dankesrede. Damit es den Gästen beim Imbiss nach dem offiziellen Teil nicht langweilig wurde, hatte die Geehrte zahlreiche Ordner und Alben dabei, in denen die Arbeit der vergangenen 47 Jahre dokumentiert war.