Spielgeräte und die Möglichkeit, Hundekot zu entsorgen: Gerd Stingl (CSU) formulierte den Wunsch nach einer Hundespielwiese in der jüngsten Bauausschusssitzung. "In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme mit Hundekot und freilaufenden Hunden auf Äckern und Wiesen in verschiedenen Ortsteilen", führte Stingl seinen Antrag aus. "Aufgrund der Vielzahl von Hunden in der Gemeinde zeigt sich zudem ein vorhandener Bedarf." Eine entsprechende Fläche sei auch schon angeboten worden.

Einwände kamen von Johannes Funke (FW): "Die Wiese muss gepflegt und gemäht werden. Wer macht das? Wer zahlt das?" Die Kosten müssten von der Gemeinde gezahlt werden, erklärte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Allerdings müsse vorher die rechtliche Seite geprüft werden. "Wer ist haftbar, wenn ein Hund den anderen anfällt?", nannte Fischkal ein Beispiel.

Diskussionen im Bauausschuss in Adelsdorf: Ein Hundespielplatz birgt neue Probleme

Sabina König (Grüne) sieht das Problem ganz woanders: "Ein Hundeplatz für ganz Adelsdorf. Wie stellt ihr euch das vor? Die Besitzer kommen dann von überall her, aber nicht zu Fuß", so die Gemeinderätin.

"Ich möchte euch die Illusion nehmen. Wenn wir einen Hundeplatz haben für die ganze Gemeinde, dann haben wir keinen einzigen Hundehaufen weniger", merkte Jutta Köhler (FW) an. Dem stimmte Alexander Schickert (FW) zu, "Ich sehe keine Entlastung für die Landwirte oder die öffentlichen Wege."

Fischkal schlug vor, dass die CSU-Fraktion ein erneutes Schreiben vorlegen solle, in dem ersichtlich ist, wer die Fläche zur Verfügung stellt, und anschließend eine Stellungnahme des Landratsamtes und der Versicherung einholen solle. "Wir haben zwei Hundeschulen im Ort", sagte er zudem und schlug vor, dort nachzufragen, wie diese zu einer Hundespielwiese stehen würden. Außerdem soll eine grobe Kostenaufstellung erfolgen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig entsprochen.

Bauausschuss: Der abgesackte Lärmschutzwall soll erhöht werden

Der abgesackte Lärmschutzwall entlang der Staatsstraße 2264 war ebenfalls Thema im Ausschuss. Messungen haben einen Unterschied von sieben Dezibel gegenüber dem Bereich des Walls in der Weppersdorfer Straße ergeben. "Wir können sehen, dass es Veränderungen an dem Wall gibt. Das lässt sich nicht leugnen", erklärte Bürgermeister Fischkal.

In dem Vorschlag Norbert Birkners (ABWI), die Möglichkeit zu prüfen, Lkws dort nicht mehr fahren zu lassen, sah Fischkal keine Option: "Es geht um eine Staatsstraße. Da einen Antrag gegen Lkws zu stellen , halte ich für schwierig."

Auch Birkners Forderung nach einem weiteren Lärmgutachten in Form einer amtlichen Messung stieß nicht auf Zustimmung. Ein solches Gutachten koste zwischen 2.500 und 3.000 Euro, so Fischkal. "Dann verwenden wir dieses Geld doch lieber für die Wand. Wir werden aber den einen oder anderen Strauch oder Baum einkürzen müssen."

Sabina König (Grüne) bezweifelte, dass die Wand mehr bringen werde als die Bäume, und fragte an, ob man den Wall nicht mit Erde aufschütten könne. "Der Wall ist zu steil. Man müsste ihn komplett platt machen, neu aufschütten und bepflanzen. Das wäre ein Unding", sagte Fischkal.

In der einstimmigen Entscheidung wurde schließlich beschlossen, den Lärmschutzwall im Herbst auf einer Strecke von etwa 100 Metern baum- und strauchschonend mit H-Trägern und Lärchenholz zu erhöhen. Die Maßnahme wird mit circa 10.000 Euro zu Buche schlagen.

Ein Generationenwald soll dem Klimawandel entgegenwirken

Hintergrund zu einem Antrag der CSU über einen Generationenwald ist das voranschreitende Waldsterben, da die Bäume die Hitze nicht mehr vertragen. "CO2 lässt sich am besten bekämpfen, wenn man es bindet", sagte Matthias Goß. "Die Junge Union hat hier im Februar 2020 bereits ein hervorragendes Zeichen gesetzt und mehr als 2.000 Bäume im Staatsforst gepflanzt."

Als mögliches Grundstück für den Generationenwald schlägt Goß die Wiese hinter dem DJK Sportheim vor. Er könnte sich einen jährlichen Baum-Tag vorstellen. "Es gibt eine Vielzahl von Anlässen und Ideen, um einen Baum zu pflanzen." Bürgermeister Fischkal merkte an, dass die angedachte Fläche im Hochwasserschutzgebiet liegt. "Es gibt aber auch Landwirte, die bereit wären, ein Gebiet zur Verfügung zu stellen", so Fischkal.

Man könne allerdings die Fläche prüfen und sehen, was die Ämter dazu sagen. Das Gremium schloss sich diesem Vorschlag einstimmig an.

Ist eine Bushaltestelle am Freibad oder Aischparkcenter möglich?

Die Fraktion Bündnis 90-Die Grünen äußerte ihren Wunsch nach einer zusätzlichen Haltestelle der Buslinie 205 am Höchstadter Freibad, alternativ auch am Aischparkcenter. "Viele Eltern bringen ihre Kinder ins Schwimmbad und im Winter in die Eishalle", erläuterte Sabina König den Antrag. "Wir finden es sinnvoll, wenn wir die Eltern entlasten."

Bürgermeister Fischkal merkte an, dass man wegen einiger Verkehrsangelegenheiten bereits beim Landrat gewesen wäre, das Gespräch habe unter anderem die Verbindung nach Forchheim betroffen. "In diesem Paket ist der Antrag mit drin."

Einer Haltestelle beim Aischparkcenter widersprach wiederum Norbert Birkner: "Wir haben genügend eigene Einkaufszentren."