"Dem Verein wurde bei der Gründung von vielen Seiten keine lange Lebensdauer vorhergesagt", erzählte der erste Vorsitzende Edgar Litz beim Festkommers und geriet dabei ins Schmunzeln. Zu Recht, denn offensichtlich ist das Gegenteil der Fall. Mit 579 Mitgliedern - bei der Gründung waren es allein schon knapp 100 - ist die SpVgg zu einer bekannten Konstanten in der regionalen Fußballlandschaft herangewachsen.
Das sei nicht zuletzt den vielen, verlässlichen Mitgliedern zu verdanken, die kräftig mit anpackten, um ihren Verein zu unterstützen, so Litz. Auch beim Festkommers am Mittwochabend waren zahlreiche Helfer im Einsatz, um die Gäste, darunter Vertreter aus Politk, Sport, Kirche und Vereinen, zu bewirten.
Auch Landrat Alexander Tritthart (CSU) sprach ein Grußwort. "Ein gewisses Angebot von Vereinen gehört zur Lebensqualität bei uns im Landkreis", erläuterte er. Walter Fellermeier vom Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) ergänzte, dass ein Verein ein Ort zum Wohlfühlen sei und dass nicht nur die sportlichen Erfolge zählten. Als Zeichen für besonders beachtenswerte Leistungen rund um den Verein überreichte Alexander Männlein stellvertretend für den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) der SpVgg die "Silberne Raute".


BFV zeichnet den Verein aus

Dieses Gütesiegel sei vergleichbar mit einer Zertifizierung in der freien Wirtschaft, so Männlein. Mit der "Silbernen Raute" wird demonstriert, dass der Verein in Bezug auf Führung, Organisation, soziales Engagement und Angebote den sportlichen und gesellschaftlichen Erfordernissen unserer Zeit gerecht wird.
Eine ganz besondere Ehre wurde auch Günter Erkens zuteil. Männlein überreichte ihm die Ehrenmedaille des BFV. Erkens, der als Erster Vorsitzender 23 Jahre lang und als Zweiter Vorsitzender ein Jahr lang die Geschicke der SpVgg leitete, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachdem er 2007 den Vorsitz an Edgar Litz abtrat, ist er aber nach wie vor aktiv als Betreuer der zweiten Mannschaft und als Beisitzer im Vereinsausschuss. Litz charakterisierte seinen Vorgänger als einen liebenswerten Mann, der den Sportverein grundlegend geprägt hat.
Erkens ist einer von nur vier Vorsitzenden in der 50-jährigen Vereinsgeschichte. Der Schirmherr der Veranstaltung, Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL), der selbst schon jahrelang Mitglied bei der SpVgg ist, betonte: "Es sagt schon viel über einen Verein aus, wenn es in einem halben Jahrhundert nur vier Vorstände gab."
Wie die Vorstände der Zukunft aussehen könnten, das verdeutlichten die Brüder Rene und Andre Steidl, die aktuell beide in der Jugend spielen. Mit Witz und Charme lieferten sie sich ein Wortduell mit Kathrin Litz, Abteilungsleiterin der Damenmannschaft, die ihnen erklären wollte, was alles zur Arbeit eines Vorstands gehört. Daneben lockerte auch eine von Frank Herberger gestaltete Präsentation die Stimmung auf, die zwischen Grußworten und Ehrungen die Entwicklungen des Vereins in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht wiedergab. Viele Mitglieder konnten Ehrenurkunden für 25-, 40- und 50-jährige Vereinstreue entgegennehmen.