Klein, aber fein - unter diesem Motto stand die Kirchweih, die am Wochenende im kleinen Adelsdorfer Ortsteil Lauf gefeiert wurde. "Wir haben die kleinste Kerwa, den kleinsten Baum (genau 17,63 m), das kleinste Kerwasfass (10 l), aber den größten Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft", so Tim Scheppe, der Ortssprecher von Lauf, Organisator der Kerwa und zugleich versierter Baum-Capo.
Ein Traktor zog den Baum durchs Dorf, begleitet wurde er von Mitgliedern der Dorfgemeinschaft und der Wachenrother Blasmusik. Zwischendurch stimmten die Burschen immer wieder einige deftige Kerwasliedla an. Nach knapp 30 Minuten stand der Baum senkrecht wie eine Eins und bei einer Temperatur von 31 Grad war während der anstrengenden Arbeit natürlich der Schweiß in Strömen geflossen. Nur mit einem kühlen Bier konnten Burschen und Musikanten die Hitze aushalten.
Tim Scheppe freute sich, nicht nur seine "Laafer" begrüßen zu können. Auch Aischer, Adelsdorfer und Weppersdorfer und ein paar Adelsdorfer Gemeinderäte waren zum Festplatz in Hedis Hof gekommen. Schon vor dem Aufrichten des Baumes hatte Schirmherr und Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) das Fässla auf einen Schlag angezapft. Dabei unterstützten ihn einige Mitglieder der Dorfgemeinschaft, allen voran natürlich Tim Scheppe und Patrizia I., die am Donnerstagabend frisch gekürte Laafer Bierkönigin.
Fischkal freute sich, dass die Laufer die alte Kerwatradition in Ehren halten. Das erste Fässla Bier, natürlich von ihm gestiftet, war rasch geleert. Für Essen und Trinken hatte die fleißige Dorfgemeinschaft bestens gesorgt. Am Abend spielte dann noch der Alleinunterhalter Mike Hempel im Zelt auf und Barbetrieb gab's dazu auch - wie bei einer richtigen Kerwa eben, nur dass bereits am Sonntag nach dem Weißwurstfrühschoppen Schluss war - halt alles kurz und bündig.