"Diese Rettungswache ist mehr als ein Gebäude: Sie ist eine Botschaft an die Menschen der Region!" Theo Zellner, der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes aus München, rief der versammelten Festgemeinde diese Worte zu. Grund zum Feiern hatte die gesamte Rot-Kreuz-Familie, die mit der neuen Rettungswache in der Ezzilostraße in Etzelskirchen nun ein "Dach über dem Kopf hat", das beste Arbeitsbedingungen gewährleistet.
Freuen konnten sich aber auch die kommunalpolitisch Verantwortlichen in Landkreis und Gemeinden, die sich um den Bau, den Standort und die Finanzierung verdient gemacht haben. Sie waren auch alle zur Einweihung gekommen. Die Liste der prominenten Gäste, die Staatssekretär Stefan Müller in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes willkommen hieß, schien nicht enden zu wollen.
Dekan Kilian Kemmer und Pfarrer Fritz Schäfer spendeten dem Haus, den Einsatzfahrzeugen und damit auch allen haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeitern den Segen.

Ein langer Diskussionsprozess sei dem Bau vorausgegangen, erinnerte sich Stefan Müller. Es sei auch nicht nur ein Standort in Erwägung gezogen worden. Ganz besonders dankte er der Stadt Höchstadt und den Fraktionen des Kreistages, ohne deren Unterstützung das Projekt nicht zur Umsetzung gekommen wäre. 300 000 Euro hatte der Landkreis zu den Gesamtkosten von 2,4 Millionen beigetragen. Weitere 300 000 hatten die Kreisgemeinden als freiwillige Leistung beigesteuert, aufgeteilt "nach einem Schlüssel, mit dem die Gemeinden leben können", fand Müller.

Dezentral lasse sich gut arbeiten, betonte BRK-Präsident Zellner. Bei überschaubaren Einheiten seien die Menschen bereit, Verantwortung zu übernehmen. Sie würden umso leidenschaftlicher und begeisterter ihrer Arbeit nachgehen, weil sie eine unmittelbare Zielgruppe haben.

In dieser Rettungwache werde "hochkompetent gearbeitet und ausgebildet, hier laufen die Fäden zusammen", lobte der BRK-Präsident. Anders könne diese Gesellschaft ihren Rettungsdienst auch nicht organisieren. Die finanzielle Unterstützung zeige, dass die Kommunen es zu schätzen wissen, dass sie mit dem Roten Kreuz einen wertvollen Dienstleister an der Hand haben.

"Das ist ein besonderer Tag für den ganzen Landkreis", gratulierte Landrat Alexander Tritthart (CSU) dem BRK. Die neue Rettungswache biete die Möglichkeit, vermehrt junge Menschen für den ehrenamtlichen Dienst beim Roten Kreuz zu gewinnen. Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) war es ein Anliegen, für die hervorragende Zusammenarbeit zu danken. Sein besonderer Dank galt allen, die sich für diesen Standort als "den genau richtigen" ausgesprochen hatten.


Heimat für die Wasserwacht

Parallelen zwischen dem Roten Kreuz und der Feuerwehr zog Kreisbrandmeister Reiner Kugler, der die Grüße der Kreisfeuerwehrführung überbrachte. 150 Mal im Jahr wären die beiden Hilfsorganisationen gemeinsam im Einsatz. Ihre Freude über den Neubau brachte auch Kreisgeschäftsführerin Beate Ulonska zum Ausdruck. Ob Haupt-oder Ehrenamt, mit der neuen Wache bekomme das BRK eine Wirkungsstätte, in der die Arbeit zum Wohle der Menschen wieder Freude mache. Ebenso finde die Wasserwacht Höchstadt mit ihren 90 Aktiven ein neues Fundament für Ausbildung und Dienste.

Die beiden Geistlichen dankten den Mitarbeitern des BRK und der Wasserwacht für die Nächstenliebe, die sie Tag für Tag praktizieren. 12 000 ehrenamtliche Stunden pro Jahr und 17 Einsätze pro Tag werden von der Höchstadter Rettungswache geleistet. Jeder spüre, wie gut es sei, die Rettungszentrale in seiner Nähe zu haben.