Seit Weihnachten letzten Jahres stellt der Schulverband Uehlfeld-Gerhardshofen-Dachsbach eine eigene kleine Buslinie für Schüler aus dem Weisachgrund. Und weil das Fahrzeug nun schon mal da ist, profitieren auch die Schüler aus Gerhardshofener Ortsteilen, die ebenfalls keine direkte Schulbusverbindung in die Uehlfelder Veit-vom-Berg-Schule haben, von der Neuanschaffung. Offizielle Schulbusse fahren wegen der geringen Schülerzahl aus diesen Gebieten nicht.

Die Schüler werden je nach Schulbeginn- oder -ende geholt und gebracht - nur wenn mal kurzfristig eine Stunde ausfällt, müssen sich die Kinder an die regulären Fahrzeiten morgens oder nachmittags um 12.45 Uhr und 15.15 Uhr halten.

Lukas aus Kleinweisach, der als Besucher der offenen Ganztagsschule erst um 16 Uhr Schluss hat, wird auch nicht im Regen stehen gelassen.
"Sagt das nicht mein Daumen auf dem Bild?", antwortet er auf die Frage, wie er diesen Service findet.

Ein "alter Hase" fährt

Jessica aus Kienfeld findet die Möglichkeit, eine Busverbindung nach Uehlfeld zu haben, ganz toll. "Der Schulweg ist viel kürzer. Wenn ich nach Höchstadt muss, steh' ich morgens schon lange vor sieben Uhr am Bus. Hier werde ich um halb acht abgeholt, das ist viel angenehmer."

"Improvisationstalent ist gefragt", hatte sich der Schulverband Uehlfeld-Gerhardshofen Dachsbach gesagt, da seit Eingehen des Schulverbundes in die Gemeinschaft mit Höchstadt, Lonnerstadt, Röttenbach, Adelsdorf und Mühlhausen bei Schulleiterin Claudia Finck immer öfter Anfragen aus dem Weisachgrund kamen, ob Kinder die Veit-vom-Berg-Schule besuchen könnten. "Ich musste immer eine Absage erteilen, da der gesicherte Transport nicht möglich war", so Finck. Zu Beginn des laufenden Schuljahres entschied sich der Schulverband für eine provisorische Lösung: Der Gemeindebus von Uehlfeld wurde eingesetzt. Die Anfragen mehrten sich, so dass eine dauerhafte Lösung gesucht werden musste.

Der Kleinbus wurde gekauft. Als Fahrer eingestellt wurde Reinhold Baum. Der ist in Sachen Jugendtransport schon ein "alter Hase". Seit vielen Jahren fährt er die Jugendlichen der örtlichen Spielervereinigung zu ihren Auswärtsspielen.

Von anfangs zwei sind es jetzt zehn Schüler, die den Bus nutzen. Willmersbach, Göttelhöf, Kleinweisach, Kienfeld, Vestenbergsgreuth - es gibt keinen Ort, den der Bus nicht anfahren könnte. Den Schülern gefällt es, und die Eltern wissen die Kinder in der Mittelschule gut aufgehoben. "Wir freuen uns, so eine gute Lösung gefunden zu haben", sagt Schulverbandsvorsitzender Werner Stöcker. "Alle Kinder sollen schließlich die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen, in die sie gerne möchten."