Die volle Unterstützung der Partei ist ihm nach den Worten des Kreisvorsitzenden Jörg Rohde sicher, auch wenn er erst am Montagabend in einer konstituierenden Sitzung als Kandidat für das Amt des Landrates im Landkreis Erlangen-Höchstadt nominiert wurde.
Dassler bringt nach seinen Angaben alles mit, was für die Kandidatur wichtig ist, auch Erfahrung in der Kommunalpolitik. Für die CSU saß Dassler von 1998 bis 2008 im Herzogenauracher Stadtrat. "Die Selbstherrlichkeit und der politische Stil" seiner damaligen Partei veranlassten ihn nach zehn Jahren, nicht mehr für den Stadtrat zu kandidieren. Zur FDP wechselte Dassler 2009, aus Überzeugung, wie er sagte.
Vielleicht sei es ja vorbestimmt gewesen, dass er sich so entschieden hat, sagte Dassler mit Blick auf die gelb-blau gestreifte Krawatte, die er zur Pressekonferenz trug.
"Diese habe ich mir nicht wegen der heutigen Pressekonferenz gekauft, nein, sie ist seit 20 Jahren in meinem Besitz."
Für jeden Posten ein anderes Gesicht, damit will sich die FDP breit gefächert den anstehenden Wahlen stellen. Seine Ziele bei der Wahl erläuterte Dassler so: "Wenn ich antrete, möchte ich auch gewinnen. Bis die Wahlen beendet sind, hat jeder eine Chance." Diese Meinung vertritt auch Rohde, der noch weiterging. "Eine Stichwahl wäre ein Traum, danach ist alles möglich".
Nicht nur im Kreis und bei der Wahl des Landrates setzt sich die FDP hohe Ziele. Auch bayern- und bundesweit soll am Ende ein gutes Ergebnis zu Buche stehen, um weiterhin konstruktiv in der Politik mitarbeiten zu können, hofft Rohde. Die offizielle Nominierungsversammlung für den Landratskandidaten Michael Dassler findet am Donnerstag, 11. April, in Herzogenaurach im Novina-Hotel statt.