Hans Mönius wird die Adelsdorfer CSU in das "Super-Wahljahr" 2013/2014 führen. "Es gibt viel zu tun - packen wir's an", sagte er, nachdem er als Vorsitzender des 131 Mitglieder starken Ortsverbandes wiedergewählt worden war.
Zunächst jedoch ging der Blick zurück, denn Altbürgermeister Ewald Münch wurde von Ute Salzner, der stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden und Bezirkstagskandidatin sowie von Hans Mönius für 40 Jahre Mitgliedschaft mit einer Urkunde und der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. "Ich konnte mit meiner Arbeit einen Beitrag leisten, um die CSU auf den Stand zu bringen, den sie heute hat", resümierte der Altbürgermeister nach seiner Ehrung.
Er hat im Jahr 1966 beim Bürgerblock angefangen, dessen Mitglieder zwar keine CSU-Leute sind, aber eine Listenverbindung mit der CSU haben.
"1972 kandierte ich erneut für den BB, kam damals aber zu der Überzeugung, dass ich besser Gutes erreichen kann, wenn ich in die CSU eintrete", erzählte er. Seit 1973 ist er CSU-Mitglied und 1978 hat er dann als Bürgermeister kandidiert.

Ein Sieg mit 69,5 Prozent

Mancher Adelsdorfer erinnert sich noch, dass die Wahl damals wegen Unstimmigkeiten ein Jahr später wiederholt werden musste. "Dann habe ich aber mit 69,5 Prozent den Sieg geholt", sagte Münch im Rückblick. 18 Jahre lang hatte er den Bürgermeisterposten inne und er ist stolz auf seine geleistete Arbeit.
Mönius berichtete in seinem Rückblick vom Weihnachtsmarkt, Seniorennachmittagen, der Muttertagsaktion, der Prunksitzung und dem Schlossgartenfest, und dankte bei dieser Gelegenheit allen Helfern. Als besonderen Erfolg vermeldete er die 835 Euro, die die Junge Union (JU) bei ihrer Christbaumaktion einsammelte und der Kinderkrippe Aisch übergab. Über die Jahre hinweg hat die Adelsdorfer JU auf diese Weise mehr als 17 000 Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet. Für den Kindergarten Sancta Maria spendete die Frauenunion im letzten Jahr 500 Euro und 250 Euro gingen an die Jugendfeuerwehr.

Gutes Miteinander im Rat

Andreas Maier, der Fraktionssprecher der Partei, berichtete aus der Arbeit im Gemeinderat. "Unsere Fraktion ist ein gutes Team und ein solider und stabiler Faktor im Gemeinderat. Dies weiß auch der Bürgermeister zu schätzen und die Zusammenarbeit mit ihm hat sich im Laufe der Legislaturperiode stetig verbessert. Er bindet die Fraktionen über deren Sprecher sehr früh in die Entscheidungsfindungen mit ein und trägt so zu einem positiven Miteinander bei, nicht nur im Gemeinderat", erklärte Maier unumwunden.
Unter anderem ging er auf das Vorhaben ein, am ehemaligen Aldi-Standort 220 Wohneinheiten zu schaffen, das die CSU befürworte. Die Verkehrsführung dürfe aber nicht zum größten Teil über die Bahnhofstraße und Schafgasse geleitet werden. Außerdem sorge sich die CSU auch darum, dass die Gemeinde genügend Gewerbegrundstücke zu attraktiven Preisen im Angebot hat und schlägt deshalb als neuen Standort das Gebiet östlich der B470 in der Gemarkung Wiesendorf vor.
Neben der Erhaltung der Arbeitsplätze sei aber auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze wichtig. "Nicht durch Anhebung des Gewerbesteuersatzes, sondern durch Neuansiedlung von Betrieben werden wir die Gemeinde wieder mittel- und langfristig auf eine solide finanzielle Grundlage stellen", erklärte der Fraktionssprecher weiter. Wenn alles klappt, könne die Gemeinde für das kommende Jahr einen strukturell ausgeglichenen Haushalt erreichen.

Aus der JU in die CSU

Auch an die Probleme der örtlichen BRK-Bereitschaft erinnerte er. Da hier die erforderliche finanzielle und moralische Unterstützung durch übergeordnete Stellen wie den Kreisverband bzw. die Geschäftsführung zu wünschen übrig gelassen habe, habe der BRK-Bereitschaftsleiter Marco Kraus seinen Dienst quittiert. "Wir haben den Kreisgeschäftsführer des BRK, unseren Bundestagsabgeordneten Stefan Müller, den Bürgermeister und die Bereitschaftsleitung des Landkreises zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen und die Landkreisleitung versprach uns eine Lösung des Problems."
Neues Mitglied in der CSU ist die 30-jährige Birgit Müller, die gleich als Vertreterin von Martina Klemm das Protokoll schreiben durfte, was auch in Zukunft als neue Schriftführerin ihre Aufgabe ist. "Seit 1997 bin ich schon in der JU - eigentlich zuerst nur wegen der tollen Truppe", verriet sie. "Mein ganzer Freundeskreis war in der JU und so bin ich einfach mit reingewachsen", fuhr die Verwaltungsbetriebswirtin fort. "In die CSU bin ich jetzt eingetreten, weil sich unsere Gruppe bald auflöst. Ab 35 Jahren ist man zu alt für die JU und so machen wir jetzt zusammen in der CSU weiter", erklärte sie. Das Amt der Schriftführerin ist sie schon gewohnt. Sie schreibt auch gerne in ihrem kleinen Heimatort Wiesendorf bei der vor kurzem wieder gegründeten Dorfgemeinschaft sämtliche Protokolle.

Vorsitzender Hans Mönius

Stellvertretende Ortsvorsitzende Steffen Kaiser, Uwe Pöschl

Schatzmeister Alfred Albrecht

Schriftführerin Birgit Müller (für Martina Klemm)

Kassenprüfer Bernhard Hubert, Helga Mönius
Beisitzer Ulrich Günther, Rainer Hubert, Uta Möller, Helmut Münch, Andreas Röckelein, Gerhard Stingl, Florian Utz, Sigrid Weiß, Willi Willert

40 Jahre Mitgliedschaft Ewald Münch

25 Jahre Mitgliedschaft Fritz Scharold

Zehn Jahre Mitgliedschaft Matthias Goß, Alfred Schmidt