Schwerverletzte, Gaffer, kilometerlange Staus: Zahlreiche A3-Unfälle an einem Tag

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Viel Geduld brauchten die Autofahrer am Freitag auf der A3. Die Verkehrspolizeiinspektion Erlangen meldet zahlreiche Unfälle mit teils Schwerverletzten.

Am 7. August gegen 6.40 Uhr war ein 37-jähriger Mann aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Richtung Regensburg unterwegs. Mit seinem Kleintransporter fuhr er auf dem linken Fahrstreifen. Kurz nach der Anschlussstelle Höchstadt-Nord prallte er mit hoher Geschwindigkeit gegen den Anhänger eines 43-jährigen Lkw-Fahrers, der mit seinem Sattelzug auf dem mittleren Fahrstreifen fuhr. Danach geriet der Transporter nach links, stieß gegen die Betonleitwand und kam schließlich zwischen dem mittleren und rechten Fahrstreifen zum Stehen. Die Verkehrspolizei Erlangen berichtet hierüber.

Durch den Zusammenstoß erlitt der 37-Jährige schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der andere Fahrer blieb unverletzt. Während die Einsatzkräfte das Fahrzeug bargen und die Fahrbahn reinigten, war für etwa drei Stunden nur der linke Fahrstreifen nutzbar. Die Feuerwehren aus Höchstadt, Mühlhausen und Wachenroth unterstützten vor Ort. Der entstandene Sachschaden beträgt schätzungsweise 15.000 Euro. Warum der Unfallverursacher nach rechts geriet und mit dem Sattelzug kollidierte, ist noch unklar und wird untersucht.

Stop-and-Go-Verkehr bei Erlangen übersehen: Motorradfahrer verletzt und Vollsperrung

Gegen 13 Uhr kam es zu einem weiteren Unfall, diesmal zwischen dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen und der Anschlussstelle Erlangen-Tennenlohe. Auf dem linken Fahrstreifen fuhren ein 63-Jähriger sowie zwei Motorradfahrer, darunter ein 27-jähriger Mann aus Offenbach am Main. Aufgrund von stockendem Verkehr bildete sich ein Stop-and-Go-Verkehr, den ein 28-Jähriger aus Neustadt an der Waldnaab zu spät bemerkte, so die Polizei weiter.

Um nicht auf die knapp vor ihm fahrenden Motorradfahrer aufzufahren, wich er nach links in Richtung Mittelschutzplanke aus, dabei streifte er vermutlich mit seinem Außenspiegel den 27-Jährigen, sodass dieser stürzte. Anschließend prallte der Unfallverursacher noch gegen das vorn fahrende Auto.

Die Fahrbahn in Richtung Regensburg wurde für etwa 45 Minuten komplett gesperrt. Der gestürzte Motorradfahrer kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Für die Reinigungs- und Bergungsarbeiten war im Anschluss für eine Stunde nur der rechte Fahrstreifen befahrbar. Der entstandene Schaden liegt bei rund 20.000 Euro. Die Feuerwehr aus Erlangen unterstützte die Maßnahmen an der Unfallstelle.

Auto möchte Lkw auf A3 ausweichen und überschlägt sich - drei Menschen verletzt

Fast zur gleichen Zeit wurde der Autobahnpolizei Erlangen ein weiterer Verkehrsunfall gemeldet, bei dem sich ein Auto überschlagen hatte. Kurz nach der Anschlussstelle Höchstadt-Ost, wiederum Richtung Regensburg, wechselte ein 50-jähriger Lkw-Fahrer vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen. Dabei übersah er das Auto eines 51-jährigen Bonners, der neben ihm fuhr. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich der 51-Jährige nach links aus.

Dabei übersah er jedoch das Auto einer 26-jährigen Frau aus Neustadt an der Aisch, das auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. Beim Gegenlenken, um eine Kollision zu verhindern, verlor der 51-Jährige die Kontrolle, kollidierte mit dem Auflieger des Lkw, prallte gegen die Betonleitwand und überschlug sich. Der Fahrer und seine beiden Mitfahrer wurden leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Die Fahrbahn in Richtung Regensburg war etwa 30 Minuten lang voll gesperrt, anschließend blieb nur der linke Fahrstreifen während der Bergungsarbeiten für weitere 30 Minuten befahrbar. Die Feuerwehren aus Höchstadt und Röttenbach waren im Einsatz. Der Schaden beläuft sich auf schätzungsweise 35.000 Euro, teilt die Polizei mit.

Mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen - Gaffern drohen nun Konsequenzen

Während der Unfallaufnahme kam es nahe der Anschlussstelle Höchstadt-Ost in Richtung Regensburg zum schwersten Vorfall im Bereich der Autobahnpolizei Erlangen. Gegen 14.10 Uhr erkannte ein 52-jähriger Fahrer das Stauende zwischen den Anschlussstellen Pommersfelden und Höchstadt-Ost zu spät und prallte mit seinem Kleintransporter gegen den Sattelzug eines 27-jährigen Lkw-Fahrers. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der 52-Jährige in seinem Transporter eingeklemmt.

Die A3 war rund eineinhalb Stunden voll gesperrt, bis die Einsatzkräfte ihn befreiten und versorgten. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Höchstadt, Wachenroth, Etzelskirchen, Mühlhausen und Röttenbach. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde der 52-Jährige mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, sein Unfallgegner blieb unverletzt. Die Fahrbahn musste auch hier aufwendig wegen ausgelaufener Betriebsstoffe gereinigt werden.

Währenddessen war für etwa zwei Stunden nur der linke Fahrstreifen befahrbar. Der Rückstau reichte bis in den unterfränkischen Raum, der Schaden beträgt etwa 20.000 Euro. In der Gegenrichtung gab es erhebliche Verkehrsbehinderungen, weil Schaulustige mit ihren Handys filmten und fotografierten und ihre Autos stark abbremsten. Hier wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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