Stromkunden im Rückstand: Energiearmut in Forchheim nimmt zu

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Energiearmut in Forchheim: Caritas hilft mit Beratung und Geld
Maria Joecks ist bei der Caritas Forchheim auch für die Energieberatung zuständig.
Energiearmut in Forchheim: Caritas hilft mit Beratung und Geld
Irmtraud Fenn-Nebel

Vier bis sechs Menschen suchen jede Woche bei der Caritas in Forchheim Hilfe, weil sie Strom oder Heizkosten nicht mehr bezahlen können. In manchen Fällen ist der Strom bereits abgestellt – dabei gibt es Hilfen, die frühzeitig greifen können.

Fragt man Maria Joecks nach besonders berührenden Fällen, muss die Energieberaterin der Caritas nicht lange überlegen. „Eine Familie hatte die Wahl, dem Kind zum Geburtstag das ersehnte Fahrrad zu schenken oder die Abschläge zu bezahlen. Sie hat das Fahrrad gekauft. Menschlich nachvollziehbar, aber unvernünftig.“ Denn: Durch solche Aktionen und aus einer ganzen Reihe anderer Gründe geraten Menschen in eine sogenannte Energiearmut. Jeder dritte Ratsuchende sucht mit dieser Thematik Hilfe bei der Caritas. Am häufigsten von Energiearmut betroffen sind Rentner, Alleinerziehende, Familien mit Kindern, Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen und Menschen mit Behinderung.

Auch nach einer Trennung oder Scheidung, nach einer Kündigung, Krankheit oder Unfällen geraten Menschen in finanzielle Nöte und Lebenskrisen. Abschläge und Nachzahlungen können dann nicht gestemmt werden, weil finanzielle Rücklagen aufgebraucht oder gar nicht erst vorhanden waren. Bei der Caritas wird den Betroffenen geholfen (Plus).