Die Großprojektion der Blauen Nacht findet 2027 an der Lorenzkirche statt. Das Projekt zieht damit nach 25 Jahren von der Kaiserburg in die Altstadt.
St. Lorenz wird am 24. April 2027 zum neuen Schauplatz der Großprojektion der Blauen Nacht. Das reich verzierte Westportal der Lorenzkirche setzte sich in einer öffentlichen Abstimmung gegen zwei weitere Standorte durch. Damit verlässt die Großprojektion nach mehr als 25 Jahren die Kaiserburg und rückt ins Herz der Nürnberger Altstadt.
Oberbürgermeister Marcus König (CSU) zu der Entscheidung: "Kultur gehört in die Mitte der Stadtgesellschaft. Die Blaue Nacht zeigt seit vielen Jahren, wie Kunst, Architektur und öffentlicher Raum miteinander in Dialog treten können. Mit der Lorenzkirche als neuem Schauplatz der Großprojektion wird dieses Zusammenspiel auf besondere Weise sichtbar. Ich freue mich darauf, mitzuerleben, wie ein vertrautes Wahrzeichen Nürnbergs durch die Kunst eine ganz neue Wirkung entfaltet."
Für die Großprojektion 2027 hatte die Stadt Nürnberg dazu aufgerufen, neue Gebäude in den Mittelpunkt zu rücken, und zur Abstimmung gebeten. Zur Auswahl standen das klassizistische Gebäude von St. Elisabeth am Jakobsplatz, das denkmalgeschützte Em-eukal-Haus am Kornmarkt sowie St. Lorenz.
Von Donnerstag, 3. September, bis Montag, 21. September 2026, konnten die Besucherinnen und Besucher der Blauen Nacht online über ihren Favoriten entscheiden. Rund 3350 Menschen beteiligten sich an der Abstimmung. Auch in den sozialen Medien wurde intensiv über die verschiedenen Standorte und ihre Eignung für die Großprojektion diskutiert. Mit 47,1 Prozent fiel die Entscheidung deutlich für St. Lorenz aus, St. Elisabeth erhielt 34,2 Prozent der Stimmen und für das Em-eukal-Haus stimmten 18,7 Prozent.
Andreas Politycki, Mitglied des Vorstands der Nürnberger Versicherung und Hauptsponsor der Großprojektion, begrüßt insbesondere die Beteiligung des Publikums an der Standortentscheidung: "Dass die Nürnbergerinnen und Nürnberger erstmals selbst über den Standort der Großprojektion entscheiden konnten, macht das Festival noch stärker zu einem Gemeinschaftsprojekt für die ganze Stadt. Als langjähriger Hauptsponsor freuen wir uns, diesen neuen Ansatz zu begleiten und dazu beizutragen, Kultur für viele Menschen erlebbar zu machen."
Auch Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein von St. Lorenz freut sich über das Ergebnis der Abstimmung: "Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag bekommen haben! Nachdem wir mit der Lichtershow Luminiscence den Innenraum der Lorenzkirche zum Strahlen gebracht haben, wird nun die Westfassade im Rahmen der Blauen Nacht 2027 in bunte Farben eingetaucht. Ich freue mich sehr und bin gespannt darauf! Danke allen, die für Lorenz votiert haben!"
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.
Vorschaubild: © Pascal Goerke (Archivbild)