"400 km/h und mehr": Schaeffler stellt Innovation für Hochgeschwindigkeitszüge vor

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Schaeffler mit Innovation für Hochgeschwindigkeitszüge - "400 km/h und mehr"
Prüfstandstechnik von Schaeffler für die Entwicklung von Lagern: Radsatzlagerprüfstand für die Leistungsprüfung gemäß EN12082.
Schaeffler
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Schaeffler mit Innovation für Hochgeschwindigkeitszüge - "400 km/h und mehr"
Hybrid-Radsatzlager mit Keramikwälzkörpern.
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Schaeffler mit Innovation für Hochgeschwindigkeitszüge - "400 km/h und mehr"
Schaeffler beschäftigt nach eigenen Angaben rund 110.000 Mitarbeitende an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern.
Schaeffler beschäftigt nach eigenen Angaben rund 110.000 Mitarbeitende an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern.
Ferdinand Merzbach / News5 (Archivbild)
Schaeffler mit Innovation für Hochgeschwindigkeitszüge - "400 km/h und mehr"
Prüfstandstechnik von Schaeffler für die Entwicklung von Lagern: Reibungswaage R32 für fettgeschmierte Radsatzlager.
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Schaeffler präsentiert derzeit auf einer Fachmesse eine neuartige Produktserie für den Schienenverkehr. Diese soll unter anderem neue Maßstäbe im Hinblick auf Geschwindigkeit setzen.

Die Firma Schaeffler stellt auf der aktuell in Berlin stattfindenden Fachmesse "InnoTrans 2026" neue Radsatzlager für Hochgeschwindigkeitszüge vor. Nach Angaben des fränkischen Auto- und Industriezulieferers sind die Zylinderrollenlager für Geschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde und darüber hinaus ausgelegt. Eine geplante Ausführung als Hybridlager mit Keramikwälzkörpern soll längere Wartungsintervalle und geringere Lebenszykluskosten ermöglichen.

In der jüngeren Vergangenheit hat Schaeffler indessen neue Geschäftsfelder erschlossen – darunter Raumfahrt, Rüstung und humanoide Roboter. So will der fränkische Konzern etwa gemeinsam mit einem Partner militärische Kampfdrohnen produzieren. Eine entsprechende Kooperation wurde bereits vereinbart.

Schaeffler stellt innovative Radsatzlager vor – neue Lösung für Hochgeschwindigkeitszüge

Für seine Lösung für Hochgeschwindigkeitszüge, die Schaeffler auf der Messe in Berlin einem Fachpublikum vorstellt, wirbt das Unternehmen in einer Mitteilung mit dem Slogan "Hightech für Highspeed". Die Entwicklung richtet sich nach Unternehmensangaben auf Züge mit regulären Geschwindigkeiten von bis zu 360 Kilometern pro Stunde. Bei einer Testfahrt mit einem Erprobungsträger der Baureihe Velaro Novo von Siemens Mobility erreichten die Lager demnach eine Spitzengeschwindigkeit von 405 Kilometern pro Stunde. Die Fahrt fand auf der Strecke zwischen Leipzig und Erfurt statt.

Siemens Healthineers hat im oberfränkischen Forchheim indessen eine völlig neue Fabrik in Betrieb genommen. 

Ein Schwerpunkt der Entwicklung des neuartigen Schaeffler-Radsatzlagers liegt nach eigenen Angaben auf der Verringerung der Reibung im Lager. Dazu hat Schaeffler das Lagerinnendesign und die Gestaltung der Wälzkörper angepasst. Ein geringeres Reibungsverhalten soll die Temperatur des Schmierfetts reduzieren und dadurch die Einsatzdauer der Lager verlängern. "Unser Ziel ist ein Lager für höchste Geschwindigkeiten bei besonders geringer Reibung", wird Michael Holzapfel, Global Sector Lead Rail bei Schaeffler, in der Meldung zitiert. Der Einsatz von Keramikwälzkörpern sei dabei der nächste Entwicklungsschritt.

Schaeffler und Siemens Mobility entwickeln langlebige Hybridlager

Beim DTM-Rennen auf dem Nürburgring im vergangenen August hat Schaeffler derweil erstmals eine neuartige Nassbremse im Motorsport getestet. Laut Konzernangaben könnte diese Innovation wichtig für künftige Elektroautos sein.

Auch von seinen neuartigen Hochleistungs-Radsatzlagern verspricht sich der in Herzogenaurach ansässige Zulieferer viel. Bei Hybridlagern bestehen die Kugeln oder Rollen aus Keramik, die übrigen Komponenten aus Stahl. Laut Schaeffler hält das Schmierfett darin mehr als doppelt so lange wie bei vergleichbaren Lagern mit Stahlwälzkörpern. Wie lange die Lager tatsächlich einsatzfähig bleiben, hängt jedoch auch von den Einsatzbedingungen, der Schmierung und der Fahrzeugkonstruktion ab.

Die neuen Lager sollen im Inneren des Zugdrehgestells eingesetzt werden. Beim Velaro Novo von Siemens Mobility könnte diese Anordnung dazu beitragen, die Aerodynamik zu verbessern und das Fahrzeuggewicht zu verringern. Da die Lebensdauer des Schmierfetts die Wartungsintervalle der Wälzlager mitbestimmt, ist eine langlebige Schmierung besonders wichtig. Längere Standzeiten könnten laut Schaeffler die Zahl der Werkstattaufenthalte und die Instandhaltungskosten reduzieren sowie die Verfügbarkeit der Züge erhöhen.

Erfahrungen aus Luftfahrt und Windindustrie fließen ein

Neben der Konstruktion gehören Computersimulationen, Reibungsanalysen, Schmierstofftests und Prüfstandversuche zum Entwicklungsprogramm. Beteiligt ist auch Schaefflers Kompetenzzentrum für europäische Radsatzlager im rumänischen Brașov. Bei den Keramikwälzkörpern greift das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Erfahrungen aus der Luftfahrt- und Windindustrie zurück, in denen besonders hohe Anforderungen an die Bauteilqualität gelten.

Vor Kurzem gelang es dem Konzern derweil, bislang teure Roboterkomponenten schnell und kostengünstig zu fertigen. Die neue Produktionsmethode für die gefragten Getriebe wurde unter anderem am Standort Hirschaid entwickelt (Plus-Angebot).

Im unterfränkischen Marktheidenfeld droht einem Werk des US‑Automobilzulieferers Cummins indes das Aus. Die Beschäftigten bangen um ihre Jobs.

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