Seit Monaten warnen Klimatologen, Wetterexperten und Medien weltweit vor einem möglicherweise außergewöhnlich starken El Niño. Nun verdichten sich die Anzeichen für das natürliche Klimaphänomen – und die Schlagzeilen werden zunehmend alarmistisch.
Seit Monaten warnen Klimatologen, Wetterexperten und Medien weltweit vor einem möglicherweise außergewöhnlich starken El Niño. Nun verdichten sich die Anzeichen für das natürliche Klimaphänomen – und die Schlagzeilen werden zunehmend alarmistisch.
Der "Spiegel" berichtet etwa: "Kalifornien verhängt wegen El Niño Notstand". Die "Bild" spricht von einem "Rekord-El-Niño". "Daswetter.com" titelt sogar: "'Godzilla-El-Niño' erwacht im Pazifik".
Kalifornien bereitet sich auf heftige Unwetter vor
Tatsächlich wurde in Kalifornien Mitte September mit Blick auf erwartete Stürme, Starkregen und Überschwemmungen der Notstand ausgerufen. Es gehe darum, "den Gemeinden die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, den Einsatzkräften die Mittel an die Hand zu geben, die sie für ihre Arbeit benötigen, und den Familien die Gewissheit zu vermitteln, dass ihr Bundesstaat bereit ist", sagte Gouverneur Gavin Newsom Medienberichten zufolge.
Schon jetzt lockt das ungewöhnlich warme Wasser vor Kalifornien beispielsweise große Schwärme von Stachelrochen an die Strände. Nach Angaben des "Spiegel" könnten es wegen El Niño in diesem Jahr mehr werden als je zuvor.
Was genau ist El Niño?
"Gibt es in diesem Jahr einen besonders starken El Niño?", fragt auch die Max-Planck-Gesellschaft. Die Forschungseinrichtung erklärt: "El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, bei dem sich das Oberflächenwasser im zentralen und östlichen Pazifik ungewöhnlich stark erwärmt."
Diese Erwärmung kann die atmosphärischen Strömungen verändern und dadurch weltweit unterschiedliche Wetterextreme begünstigen.
Diese Folgen kann El Niño weltweit haben
Die Max-Planck-Gesellschaft nennt unter anderem folgende mögliche Auswirkungen: