Papierzettel vor dem Aus: Kassenbon soll ab 2028 digital werden

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Papierzettel vor dem Aus: Kassenbon soll ab 2028 digital werden
Ab 2028 sollen Kassenbons digital werden. (Symbolbild)
Papierzettel vor dem Aus: Kassenbon soll ab 2028 digital werden
Marijan Murat/dpa

Der digitale Kassenbon soll ab dem Jahr 2028 zum Standard werden. Ein kürzlich verabschiedeter Gesetzentwurf soll Papierbelege abschaffen und Steuerhinterziehung erschweren.

Wer einkaufen geht, soll künftig vermehrt einen digitalen anstelle eines gedruckten Kassenbons erhalten. Dazu hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums (BMF) verabschiedet, wie das Ministerium mitteilte.

Gemäß diesem Entwurf sollen Papierbelege ab 2028 grundsätzlich durch digitale Belege ersetzt werden. "Wir schaffen die Pflicht für Papierbons ab. Digitale Belege werden Standard", teilte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit. Dies bedeute weniger Bürokratie für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen, so der Minister.

Klingbeil begründet Kassenpflicht

Derzeit gibt es in Deutschland noch häufig sogenannte offene Ladenkassen, bei denen Einnahmen teilweise nur handschriftlich oder gar nicht erfasst werden. "Das kann Steuerhinterziehung begünstigen", teilte das BMF mit. Die Kassenpflicht solle Missbrauchsmöglichkeiten einschränken und die Chancen erhöhen, Steuerhinterziehung aufzudecken. "Ich will, dass die Ehrlichen nicht die Dummen sind", sagte Klingbeil. So sollen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100.000 Euro ab 2028 elektronische Kassensysteme nutzen müssen.

Ausnahmen von der neuen Kassenpflicht sind vorgesehen. Wer im Jahr weniger als 12.000 Euro Barumsatz macht, soll keine elektronische Kasse nutzen müssen. Weitere Ausnahmen könnten beispielsweise für Vertrauenskassen auf Selbsternte-Feldern oder für die Direktvermarktung in landwirtschaftlichen Betrieben gelten.