Auf dem Oktoberfest in München sind zwei Schwestern zu Heldinnen geworden. Durch ihr sofortiges Eingreifen retteten sie einem Menschen das Leben.
Dramatischer Vorfall auf dem Münchner Oktoberfest: Ein 78-jähriger Besucher ist am Dienstag (22. September 2026) im Biergarten eines Festzelts auf der Wiesn zusammengebrochen. Glück im Unglück: Zwei Kellnerinnen, die Schwestern Daria und Frieda, erkannten sofort, dass der Mann nicht mehr atmete, setzten den Notruf ab und begannen umgehend mit der Wiederbelebung.
Während die Frauen die Herzdruckmassage einleiteten, schirmten Schankkellner den Notfallort eigenständig mit Decken ab. So konnten die Helfer den Mann inmitten des Festbetriebs ungestört versorgen.
Oktoberfest München: Schwestern retten kollabierten Besucher mit Herzdruckmassage
Nach dem zeitnahen Eintreffen der Aicher Ambulanz Union übernahm das Rettungsteam die Behandlung. Vor Ort waren unter anderem zwei Ärzte, ein fünfköpfiges Tragenteam und ein Supervisor zur Koordination der Einsatzkräfte. Zusätzlich unterstützten die Besatzungen eines Notarzteinsatzfahrzeugs sowie eines Rettungswagens der Berufsfeuerwehr München.
Dank der früh begonnenen Herzdruckmassage und des reibungslosen Zusammenspiels mit den Rettungskräften konnte nach rund zehn Minuten wieder eine Spontanatmung erreicht werden. Der Mann wurde anschließend zur weiteren Untersuchung in eine Münchner Klinik gebracht.
Auch die Ehefrau des Patienten erhielt Unterstützung. Eine der beiden Kellnerinnen kümmerte sich um sie, bis kurze Zeit später das Kriseninterventionsteam München (KIM) die Betreuung übernahm.
"Beherztes Handeln": Arzt bedankt sich bei Kellnerinnen und anderen Helfern
Der beteiligte Aicher-Arzt sprach insbesondere den beiden Schwestern seinen besonderen Dank für ihr umsichtiges und beherztes Handeln aus. "Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen umstehenden Helfern und ausdrücklich bei den Bedienungen Daria und Frieda für ihr schnelles und beherztes Handeln in dieser Notlage", wird der Mediziner in der Mitteilung der Aicher Ambulanz Union zitiert.
Der Einsatz zeigt, wie entscheidend die ersten Minuten bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sind: Der unverzügliche Notruf und die sofortige Herzdruckmassage durch Laien können lebensrettend sein, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft.