Von Sonne, Mond und Sternen war sie schon immer begeistert, Kerstin Heinz. "Ich bin ein echter Freak", sagt sie über sich selbst, wenn es um natürliche Ereignisse am Himmel - oder besser in den Weiten des Weltraumes - geht. Am Freitag durfte sie wieder ein solches Highlight erleben.

Leider musste sie aber arbeiten und konnte das mehrstündige Naturschauspiel nicht von Anfang bis Ende verfolgen. Trotzdem fand sie einige Momente, um zu beobachten, wie sich der Mond an der Sonne vorbei schob. Vom Balkon der Steuerkanzlei Lindner im Obergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses am Vogelseck hatten Kerstin Heinz und ihre Kollegen einen idealen Blick in die Sonne.

Für Heinz ist es bei jeder Sonnenfinsternis faszinierend, wie der Schatten des kleinen Mondes die große Sonne so verdecken kann, auch wenn es dafür eine einfache physikalische Erklärung gibt.

Wie beim Weltuntergang

Bereits am Montag hatte sie sich ihre alte Spezialbrille von der letzten Sonnenfinsternis 2006 hervorgekramt, damit sie ja nichts verpasst.

Noch sehr gut erinnern kann sich Kerstin Heinz an ihre erste Sonnenfinsternis im Jahr 1999. "Damals habe ich mir extra einen Tag Urlaub genommen und bin nach Speyer gefahren", erzählt sie. Von dort sollte man das Spektakel am beeindruckendsten erleben können. "Bei der Totalfinsternis war es dann auch richtig gruselig."

Seit diesem Erlebnis kann die Höchstadterin gut nachvollziehen, warum die Menschen in früheren Jahren eine Sonnenfinsternis mit dem Weltuntergang in Verbindung brachten. Bei der nächsten von Europa aus zu sehenden Sonnenfinsternis am 25. Oktober 2022 will sie auf jeden Fall wieder ihre Spezialbrille aufsetzen.