Mit einer kleinen Feierstunde wurde das "Aischtaler Filmtheater" in den neuen Räumen am Häckersteig in der Koslingerstraße wieder neu eröffnet. Inhaber Werner Schramm verdeutlichte die Bedeutung einer Bewahrung der Filmkultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses. Die Auswahl der gezeigten Filme wird sich auch künftig an den bewährten Grundwerten, die in unserer demokratisch verfassten Gesellschaft notwendig vorgelebt werden müssen, orientieren.

Bevor das Ehepaar Schramm aus Höchstadt wegzog, befand sich das Filmtheater zunächst im Haus der Vereine in der Kerschensteinerstraße, später bei ihnen zu Hause in der Gablonzer Straße. Elementar für Schramm ist die Stärkung der Familie als gestaltende Kraft des gesellschaftlichen Lebens, die von keiner Institution geleistet werden kann. Außerdem der Schutz von Jugend, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Diesen Kriterien sollten Filmvorbilder entsprechen.

Jede Generation muss laut Schramm auf den Schultern der vorherigen stehen, sich mit den tradierten Werten der Solidarität in Fürsorge der Generationen füreinander identifizieren und in friedliche Konfliktlösungen eingebunden werden. Insofern gilt es mit der Kulturarbeit vor Ort für ihn, der amerikanischen Massenkultur mit ihrer Bespaßungsindustrie etwas entgegenzusetzen.

Dank für finanzielle Unterstützung

Das nach technischen Hollywoodstandards aufgezwungene digitale Kino habe auch für das Aischtaler Filmtheater finanzielle Belastungen gebracht. Das Fraunhofer Institut hat eine preisgünstige Software entwickelt, die dem US-amerikaninischen Monopol Schramm zufolge etwas Gleichwertiges entgegensetzt.

In diesem Zusammengang bedankte er sich ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung aus Höchstadt, die den Erwerb dieser Software ermöglicht.

Bürgermeister Gerald Brehm hieß das Ehepaar Schramm mit ihrer Rückkehr nach Höchstadt und ihrem kulturellen Engagement für die Stadt herzlich willkommen. Auch Dekan Kilian Kemmer würdigte die Zusammenarbeit in der Vergangenheit mit Ausblick auf künftige Projekte und segnete sodann mit einem Gebet Kreuz und Vereinsarbeit.

Abschließend konnten die Gäste eine Wochenschau von 1954 genießen. Neben kirchlichen Würdenträgern war auch ein Auftritt von Albert Schweitzer vor dem Nobelpreiskomitee eingeblendet. Die musikalischen Genüsse bei der Eröffnung kamen von Thomas Fink und Georg Römer.


Spielzeiten

Wann läuft welcher Film im neu eröffneten "Aischtaler Filmtheater"? Das erfahren Sie, liebe Leser, immer unter unserer Rubrik "Kino" (siehe unten). Zur Zeit wird der Film "Bis zum Horizont, dann links" gezeigt. Er läuft heute um 19.30 Uhr.