Ab Montag wird es ernst. Nicht nur für die zahlreichen Autofahrer, die tagtäglich die Aischbrücke überqueren. Oder die Schulbusse, die die Kinder pünktlich zum Unterricht bringen müssen. Auch auf die umliegenden Geschäfte rund um den Aischübergang wird sich die Vollsperrung ab kommender Woche auswirken.

Unmittelbar betroffen ist die Bäckerei Fumy. Der Laden grenzt direkt an die Aischbrücke. Elfriede und Werner Fumy versuchen vorerst, entspannt zu bleiben und sich noch nicht verrückt zu machen: "Wir müssen das abwarten und auf uns zukommen lassen."


Schillerplatzfest im Juni

Das Hauptgeschäft in der Brückenstraße wird wie immer um 5 Uhr öffnen. Die Öffnungszeiten in der Filiale in der Lessingstraße werden dagegen der neuen Situation angepasst. Hier wird ab Montag schon ab 5.30 Uhr geöffnet.
"Wir sind deshalb öfter angesprochen worden und kommen dem Wunsch gerne nach", erklärt Elfriede Fumy. Die Filiale in der Lerchenstraße macht um 6 Uhr auf. Auch hier sei man bereit, gegebenenfalls früher zu öffnen. "Wenn wir ausliefern, fallen auch für uns längere Wege an. Da muss alles früher fertig gemacht werden", kündigt Fumy an.

Markus Götschel, Inhaber des Gasthauses "Blauer Löwe" am Schillerplatz, sieht die Vollsperrung erst einmal nicht so wild. "Die meisten, die bei uns zu Mittag essen, kommen sowieso aus der Stadt gelaufen. Und parken kann man auf den Aischwiesen ja auch während der Sperrung weiterhin", sagt er.

Mit dem Schillerplatzfest vom 3. bis 6. Juni, das derzeit geplant wird, will Götschel das Beste draus machen. Auf der Bühne stehen Frankenexpress, Trouble X und die Gremsdorfer Blaskapelle.


Parkverbot im Aischpark?

Bei der Brauerei "Blauer Löwe" möchte man das Ganze vorerst noch abwarten. Derzeit könne man die Auswirkungen der Sperrung noch nicht abschätzen. Auch Gabriele Seubert vom Geschäft Betten-Seubert, ebenfalls am Schillerplatz, nimmt die Sperrung hin: "Es bleibt einem ja nichts anderes übrig. Die Brücke muss eben gemacht werden." Sie wünscht sich, dass die Geschäfte in der Innenstadt gemeinsam an einem Strang ziehen und mit dem Stadtmarketing zusammenarbeiten.

Außerdem: "Wenn man künftig mehr über die Große Bauerngasse und den Aischpark fährt, sollte überlegt werden, ob dort ein generelles Parkverbot an der Straßenseite eingeführt werden sollte", empfiehlt Seubert. Sonst entstehe ein ständiges Stop and Go.

"Ein bisschen Bauchschmerzen" bereitet die Sperrung ebenso Ludwig Zech vom TC-Center am Schillerplatz. Die Kunden des Telekommunikationsgeschäfts kommen hauptsächlich mit dem Auto. "Da muss man sehen, inwieweit sich die Leute dann anderweitig durch den Verkehr quälen. Der Durchgangsverkehr wird fehlen", meint Zech. Das Tui-Reisecenter Mäx direkt daneben möchte für die Zeit der Brückensperrung ihrer Kundschaft entgegenkommen und viel auf telefonische Beratung umstellen.

Juwelier Anton Wahlrab versucht die Vollsperrung auch positiv zu sehen: "Schön ist es natürlich nicht. Aber 10 000 Autos, die hier täglich vorbei fahren, sind auch nicht schön."