Es waren weniger die Zahlen, die die Journalisten gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz von Adidas beschäftigten. Vielmehr drehte sich in Herzogenaurach alles um eine Frage: Wie lange eigentlich noch? Gemeint war die Adidas-Tochter Reebok.

Wiederum hatte Vorstandschef Herbert Hainer einen Umsatzanstieg in allen Regionen vermelden können, mit 14,9 Milliarden Euro lagen die weltweiten Erlöse 2012 so hoch wie niemals zuvor. Doch der angepeilte Rekordgewinn blieb aus. Schuld daran ist wieder einmal die Fitness-Marke Reebok. Vor sieben Jahren hatte Adidas den einstigen Konkurrenten übernommen. Nach langer Durststrecke schien es 2010 so, als ob der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt (nach Nike) nun endlich Geld mit seiner Tochter verdienen könnte. Aber anders als mit der Sportmarke Adidas und der Golfmarke Taylormade liefen die Geschäfte mit Reebok wiederum schlecht, vor allem in Nordamerika.