Nicht nur die 108 Abiturienten am Höchstadter Gymnasium waren am Freitagmorgen mächtig aufgeregt, als sie an ihren Einzeltischen die Prüfungsaufgaben im Fach Mathematik vorgelegt bekamen. Oberstufenkoordinator Ingo Pöllmann gestand unserer Zeitung, ebenso nervös zu sein.

"Ich hoffe, dass alles klappt und die Schüler zufrieden sind", sagte er. Als nach vier Stunden die deutlich größere Gruppe - die, die mit Taschenrechner und Merkhilfe angetreten war - und eine halbe Stunde später die Gruppe ohne Hilfsmittel ihre Aufgaben abgegeben hatten, hatte auch alles geklappt.

Wie in ganz Bayern sind damit auch in Höchstadt die schriftlichen Abitur-Prüfungen in den drei verpflichtenden Fächern geschafft. Erleichterung auch beim zweiten Oberstufenkoordinator Michael Hipp: "Jetzt ist eine Woche Pause und dann geht es mit dem Kolloquium weiter."


Bestens vorbereitet
Rebekka Albert (Höchstadt)

"Mathe ist gut gelaufen, es war schaffbar", meinte Rebekka Albert aus Höchstadt. Für sie hat sich eine längere Vorbereitung gelohnt. Seit Anfang der Zwölften bereitete sie sich gezielt auf das Mathe-Abi vor, "seit den Osterferien jeden Tag". Deutsch und Französisch (beides ganz gut) hat sie hinter sich. Ab Herbst möchte sie Mathe und Sport fürs Lehramt studieren.


Gut gelaufen
Henrik Schmidt (Weisendorf)

"Schwerer" hätte Henrik Schmidt die Mathe-Prüfung erwartet. Es sei zwar auf den ersten Blick viel auf einmal gewesen, wenn man dann aber plante, kam man gut durch. Für ihn ist es ebenso "ganz gut" gelaufen wie Deutsch und Englisch. Der Volleyballer hat auch schon Vorstellungen, wie es weitergehen soll: mit einem Studium der Raumfahrttechnik in Stuttgart.


Mathe schwieriger
Claudia Lieske (Gremsdorf)

"Viel schwieriger" als die Aufgaben aus den Vorjahren empfand Claudia Lieske das Mathe-Abi. Vielleicht lag es auch daran, dass sie sich durch eine Pause gestört fühlte, die im Hallendrittel nebenan die Gruppe ohne Hilfsmittel einlegte. Claudia plant jetzt ein Jahr Pause, in dem sie Erfahrungen in Praktika sammeln will. "Die glänzen so schön in der Bewerbung."


Schon vorher fertig
Alexander Krisch (Höchstadt)

Um 13 Uhr hätte er abgeben müssen, kurz nach 12 hatte er bereits alles zwei Mal durchgerechnet und die Prüfungshalle verlassen. Für Alexander Krisch lief es gut, "nichts Dramatisches und keine Überraschung". Für den Einser-Schüler waren vorher auch Deutsch und Englisch "lösbar". Jetzt will Alexander Mathe und Chemie fürs Lehramt studieren.