In einer unterfränkischen Gemeinde kandidiert der örtliche CSU-Vorsitzende für das Amt des ersten Bürgermeisters. Schon dies ist für seinen Arbeitgeber Grund genug, das Beschäftigungsverhältnis aufzukündigen. Für ihn kommt eine Weiterbeschäftigung auch dann nicht in Frage, als der Herausforderer bei der Kommunalwahl im März gegen den Amtsinhaber unterliegt . Seither ist der 46-jährige Gemeinderat ehrenamtlicher zweiter Bürgermeister - und arbeitslos. Mittlerweile hat ihm die Agentur für Arbeit schon nahegelegt, sein kommunalpolitisches Engagement zu überprüfen, um so seine Einstellungschancen vielleicht zur verbessern.

Dies mag ein Extremfall sein, aber im Kommunalausschuss des Bayerischen Landtags sehen alle Fraktionen das zugrunde liegende Problem: Während Beamte ein Recht darauf haben, ihren Aufgaben als gewählte Mitglieder von Gemeinde- und Stadträten sowie Kreistagen auch