Nach der Mitteilung der Familie zu Ortenburg, dass der Wildpark von Schloss Tambach im Herbst geschlossen werden soll, bleibt die öffentliche Hand ausgestreckt. "Wir haben selbstverständlich auf den Brief reagiert und geschaut, was ginge den überhaupt", sagte gestern Landrat Michael Busch bei einer eigens zum Thema einberufenen Pressekonferenz.

In einem Schreiben an den Landrat, Seßlachs Bürgermeister Martin Mittag (CSU), Weitramsdorfs Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB), Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) und die Regierung von Oberfranken hatte Graf Heinrich zu Ortenburg einerseits mitgeteilt, dass er nicht umhin komme, den seit Jahren defizitären Wildpark zu schließen. Der Grund: Jahr für Jahr müsse ein Negativbetrag im "hohen fünfstelligen Bereich" aus Erträgen anderer Betriebsteile ausgeglichen werden.