"Da sag ich jetzt lieber nichts dazu", sagt Rolf Wohlleben angesichts der Abbrucharbeiten an Gebäuden des ehemaligen Annawerks in Rödental. Der SPD Stadtrat ist Mitglied des Bausenats, und der schaute sich am Mittwoch die Abbrucharbeiten aus der Nähe an.

Die meisten Mitglieder des Senats begrüßten aber den Abbruch der alten Gebäude im "Alextal". Das Stadtbild werde dadurch spürbar verbessert, meinte etwa Ingrid Ott (CSU). Dass Saint Gobain als heutiger Eigentümer der Annawerk-Liegenschaften jetzt die teuren Abbrucharbeiten vornehmen lässt, hat noch einen anderen Hintergrund, den die Stadtratsmitglieder begrüßen. Die Mittel kommen nicht zuletzt aus dem Verkauf von Gelände für den künftigen Annapark, ein Einkaufszentrum in der Innenstadt, das sich die Rödentaler schon lange wünschen.

Eine Lagerhalle wird im "Alextal" stehen bleiben, zumindest vorerst.
An der Einberger Straße fallen einige größere, an der Oeslauer Straße noch einige kleinere Gebäude dem Bagger zum Opfer. Neue Bauten sind derzeit auf den frei werdenden Flächen nicht geplant. Sie sollen aber auch nicht verkauft werden. Die Kosten für derzeit laufenden Abrissarbeiten werden nicht konkret genannt, sollen aber im siebenstelligen Bereich liegen.


Busanbindung bleibt ein Problem

Im Juli werden die Arbeiten an der Staatsstraße zwischen Mittelberg und Waltersdorf beginnen. Die Straße wird dann komplett für den Verkehr gesperrt. Ende des gleichen Monats werden auch die Arbeiten an der Verbindungsstraße zwischen Weißenbrunn und Fornbach begonnen, teilte Bürgermeister Marco Steiner (FW) mit. Matthias Löffler (CSU) bat darum, eine Lösung zu suchen, die vor allem für die Grundschulkinder möglichst wenig Belastung bringt. Schon jetzt müssten die Kinder in den Orten des Froschgrunds kurz vor 7 Uhr an der Bushaltestelle sein. Die Bauarbeiten und damit verbundene Routenänderungen für den Schulbus dürften nicht dazu führen, dass die Kinder noch deutlich früher aus dem Haus müssten, betonte er.

Ähnliche Probleme gibt es für den Stadtbus. Ziel sei aber laut Bürgermeister, dass "niemand von der Außenwelt abgeschnitten wird."

Die Straße zwischen Fornbach und Weißenbrunn soll bis zum Winter befahrbar sein. Im Frühjahr kommt nach dem derzeitigen Plan noch die Feinschicht auf die Fahrbahn und es werden Restarbeiten vorgenommen. Die Stadt hat eine Zusage auf eine hohe Förderung für das über 900.000 Euro teure Straßenbauprojekt, weil die Verbindung im Zuge des Baus der ICE-Strecke beschädigt wurde. Von 80 Prozent Zuschuss ist die Rede, eine klare Summenangabe gibt es aber bisher von der Regierung nicht.


Kindergarten nicht mehr dicht

Der Lienhard-Fuchs-Kindergarten muss saniert werden. Das steht ohnehin in der Planung der Stadt fest. Doch jetzt gibt es dort Probleme mit dem Dach. Die abgestufte Flachdachkonstruktion steht teilweise unter Wasser. Kubikmeterweise soll sich Wasser zwischen der Außenhaut und der eigentlichen Decke befinden. Teilweise ist es in den Innenraum eingedrungen.

Jetzt soll die Fläche für rund 7300 Euro entwässert und abgedichtet werden. Damit werde das Dach den Winter überstehen, sind die Fachleute überzeugt. Eine umfassende Dachsanierung bleibt damit aber nicht erspart. Sie wird wohl Teil der Gesamtsanierung des Gebäudes, für die nun Pläne erarbeitet werden sollen.