Der einstige Coburger Straßenkicker Cedric Teuchert hat einen Straßenhund. Die geschätzt knapp drei Jahre alte Mischlingshündin heißt "Emma" und stammt aus einer Auffangstation in Zypern. Seit Mai dieses Jahres gehört sie zur Familie. Sie leistet dem Jack Russell Terrier "Marley" Gesellschaft - und natürlich auch Cedi und seiner schwangeren Frau Lisa. Beide heirateten 2019 in Herne.

In Marley hatten sich die Teucherts bereits zu Schalke-Zeiten verliebt. Jetzt ist Berlin angesagt und der ehemalige Jugendkicker aus der Vestestadt fühlt sich in der Hauptstadt nach eigenen Angaben pudelwohl - nämlich bei den "Eisernen".

Nach den Stationen 1. FC Nürnberg, Schalke 04 und Hannover 96 geht er nun für Union Berlin auf Torejagd. Wir haben uns mit dem Fußballprofi unterhalten, der nach Angaben der Internetplattform www.transfermarkt.de einen Marktwert von 1,2 Millionen hat.

"Berlin ist eine tolle Stadt, wir haben eine sehr schöne Wohnung und fühlen uns hier sehr wohl. Wir gehen viel mit unseren Hunden spazieren. Aufgrund von Corona kann man leider nicht viel machen, aber die Gesundheit geht vor", sagt der im kommenden Januar 24 Jahre alt werdende Stürmer. Besonders stolz ist er in diesen Tagen auf die Leistungen der "Eisernen", aber auch auf seine eigenen. Denn mit zwei Treffern in Liga 1 ist der Knoten geplatzt: "Es ist natürlich ein sehr schönes Gefühl. Als Stürmer willst du Tore schießen, bei Schalke waren es zwei Abseitstore und jetzt hat es geklappt. Ich habe mich gefreut, dass Max mir den Ball quer spielt." Mit Max meint der werdende Vater seinen prominenten Sturmpartner Max Kruse, der nach einer Sprunggelenksverletzung wieder topfit ist und den Konkurrenzkampf im Sturm bei den Berlinern dadurch natürlich noch einmal verschärft hat. "Ich zeige dem Trainer im Spiel und beim Training, dass ich da bin. Aber am Ende entscheidet er wer spielt." Urs Fischer spreche sehr viel mit ihm und gibt ihm wertvolle Tipps. "Aber es zählt, dass wir vor allem als Mannschaft erfolgreich sind."

Teuchert lässt sich vom aktuellen Tabellenplatz 5 nicht blenden, obwohl er fest davon überzeugt ist, dass die Elf gerade in den vergangenen Spielen eindrucksvoll gezeigt habe, dass sie in dieser Serie viel erreichen kann. Dennoch lässt er sich zu diesem Thema nur eine Floskel entlocken: "Wir schauen von Spiel zu Spiel und werden weiter für unser großes Ziel, den Klassenerhalt, kämpfen."

Zu seinen persönlichen Zielen äußert sich der ehemalige U21-Nationalspieler ebenfalls bescheiden: "Ich wäre fehl am Platz, wenn es nicht mein Ziel wäre Stammspieler zu sein und so viele Tore wie möglich zu schießen. Aber wie schon gesagt, für uns zählt der Verbleib in der Bundesliga und dafür arbeiten wir jeden Tag sehr hart."