81 Prozent der Abwasserkanäle Rödentals sind schadhaft, manche mehr, manche weniger, wie eine Kanalinspektion durch Kamerabefahrung ergab. Darüber informierten Carsten Mikosch und Alexander Jung vom Münchner Ingenieurbüro ISAS bei der Sitzung des Werksenates.

Die Stadtwerke Rödental wollen nicht tatenlos zuschauen, haben umgedacht und stellen für die Sanierung der Kanäle im gesamten Stadtgebiet rund 1,2 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. "Ohne Konzept keine Handlung", war die Devise des Leiters der Stadtwerke, Michael Eckardt. Er ist verantwortlich für die Sanierungen.

Begonnen und bereits abgeschlossen sind der Bauabschnitt I in Mittelberg (14,8 Kilometer) und der Bauabschnitt II in Fischbach, Waltersdorf und Weißenbrunn vorm Wald (12,7 Kilometer) mit insgesamt 1,9 Millionen Euro Kosten. Ziel ist es, jährlich zwei weitere Sanierungsabschnitte von III bis VI zu bilden und sie in den weiteren Stadtteilen umzusetzen.

Aufgraben soll vermieden werden

Bei den Sanierungen sollen weitestgehend Aufgrabungen vermieden werden. Die Erneuerung erfolgt durch Verkleiden der Rohre mit einer Kunststoffschicht durch das sogenannte Inlinerverfahren.

Wie die Planer ferner wissen ließen, bestehe im gesamten Freistaat Bayern ein Kanalsanierungsbedarf von 12400 Kilometer bei Kosten von 5,3 Milliarden Euro. Und sie ließen nicht unerwähnt, dass 60 Prozent des Vermögens der Kommunen unter der Erde liege.