Dies gaben Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) und Wohnbau-Geschäftsführer Christian Meyer am Freitagnachmittag bekannt. Mit am Tisch in der Regimentsstube im Rathaus saß Insolvenzverwalter Thomas Linse. Er hatte seit 22. Dezember 2014 die vorläufige Insolvenzverwaltung inne und hatte den Betrieb des Modehauses Mitte März 2015 abgewickelt. Seither stand die Immobilie direkt gegenüber dem Parkhaus Mauer leer.

Zahlreiche Expansionsleiter verschiedener Textil-Einzelhandelsunternehmen hätten das Objekt besichtigt. Aber es kam offenbar nie zu einem Angebot - zumindest nicht zu einem adäquaten, wie Linse sagte. Dabei spielten auch die komplizierten Eigentumsverhältnisse im Gebäudekomplex Mauer 12/14 eine Rolle. Es gibt noch einige Privateigentümer von kleineren Flächen; bei der Nummer 14 war die Wohnbau über die Stadtentwicklungsgesellschaft ohnehin schon Miteigentümerin.


Vorgesehen ist nun, die Verwaltung der Wohnbau von der Heiligkreuzstraße 26 in die Innenstadt zu verlegen. Bsi zu 100 Arbeitsplätze könnten dann in dem Gebäude angesiedelt werden, sagte Meyer. Rund 70 von der Wohnbau selbst, weitere 30 durch Mieter. Wie genau das Haus genutzt wird und welche Flächen noch vermietet werden, sei aber noch nicht entschieden.

Meyer zufolge freuen sich die Mitarbeiter über die Aussicht auf einen Umzug. Das alte Verwaltungsegbäude sei "technisch und energetisch" in die Jahre gekommen. Auch OB Tessmer, kraft Amtes Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnbau, freut sich auf den Umzug. Der Sitzungssaal im alten Gebäude, ohne natürliches Licht, erinnere ihn immer an einen Bunker, sagte er.