Erst 2012 ist er gegründet worden, der Zweckverband Therme Natur, der die Finanzierung des Thermalbades in Bad Rodach sichern sollte. Nun wird er zum Jahresende aufgelöst. Dazu fasste der Kreistag am Donnerstag die erforderlichen Beschlüsse.

Auch mit dem Einstieg der Stadt Coburg und des Landkreises in der Form des Zweckverbandes konnte der wirtschaftliche Erfolg nicht gesichert werden. Nun hat die Therme eine private Betriebsführung bekommen. Ein öffentlich rechtlicher Vertrag zwischen den Städten Bad Rodach und Coburg sowie dem Landkreis wurde neu geschlossen. In der Präambel des Vertrags heißt es: "Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass die Therme Natur Bad Rodach als überregionale Einrichtung einen wichtigen Beitrag sowohl für den Tourismus, als auch für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger aus der Region leistet. Die Therme Natur soll daher erhalten, ausgebaut und weiter gefördert werden."

Der Vertrag sieht vor, dass die ungedeckten Betriebskosten der Therme durch die Stadt Bad Rodach gedeckt werden. Stadt und Landkreis Coburg beteiligen sich anteilig daran. So soll dem Thermalbad eine sichere Zukunft gegeben werden.

Abgelehnt wurde ein Antrag der Fraktion der Grünen, der bereits bei der Sitzung des Kreisausschusses für Diskussionen gesorgt hatte. Landrat Michael Busch (SPD) hatte es für überflüssig erklärt, die Beschlüsse aufzuheben, da sie bereits vollzogen seien. Dabei ging es um die Beteiligung des Landkreises an der Projektgesellschaft für den Bau eines neuen Verkehrslandeplatzes bei Neida.


Ein Wiedereintritt wird befürchtet

Dagmar Escher von der Fraktion der Grünen erklärte sich zu dem Vorstoß schriftlich. Sie erinnerte daran, dass durch den Bürgerentscheid im Juni dafür gestimmt hatten, dass der Landkreis jede Beteiligung an einer Planungs-, Bau- und Betriebsgesellschaft betreffend den Verkehrslandeplatz aufgibt und finanzielle Leistungen, auch Bürgschaften, zugunsten einer derartigen Gesellschaft unterlässt.

Ein dagegen gerichtetes Ratsbegehren scheiterte. Escher nun dazu: "Die Bindungsfrist des Bürgerentscheids beträgt ein Jahr. In dieser Zeit dürfen keine anderen Beschlüsse gefasst werden. Bleibt der Beschluss vom 18. Mai, 2010 bestehen, dann kann der Landkreis, ohne dass der Kreistag erneut beschließen muss, wieder der Projektgesellschaft VLP Coburg mbH beitreten."

Ob der Kreistag den Beschluss aufhebe oder nicht, zeige, wie ernst das Gremium die Entscheidung der Bürger nimmt, so Dagmar Escher.