Der Spott sei verstummt, sagt Dominik Sauerteig, der Oberbürgermeisterkandidat. "Seit unsere Liste nominiert ist, höre ich nicht mehr, dass wir es nicht auf die Reihe kriegen." Sauerteig hatte die Nominierung zum Oberbürgermeisterkandidaten knapp und erst im zweiten Wahlgang geschafft - zuvor war Dritter Bürgermeister Thomas Nowak gleichauf gelegen.

Schon vorab hatten beide versichert, dass sie den jeweils anderen im Wahlkampf unterstützen würden. So ist es jetzt Sauerteig, der die Themen "Leben und Arbeiten in Coburg 4.0" und "Bürgerservice" vorträgt - dabei geht es um die Chefsachen im Rathaus: Kontakt halten zur Wirtschaft und den Nachbarkommunen, Organisation der Verwaltung. Thomas Nowak, Dritter Bürgermeister und Sozialreferent, spricht über "Gestalten für Jung und Alt". Familienstadt, lebenslange Bildung, Gesundheitsversorgung. Seit 1984 führen SPD-Leute das Sozialreferat. Vor Nowak waren es Rolf Forkel und der jetzige Oberbürgermeister Norbert Tessmer.

Vier eng beschriebene Seiten umfasst das Programm, das online nachzulesen ist (www.stadtderchancen.co), aber auch als Prospekt unters Volk gebracht wird. Sauerteig, selbst eifriger Nutzer sozialer Netzwerke, setzt im Wahlkampf auf den persönlichen Kontakt, will Hausbesuche machen und selbst gemachte Marmelade überreichen, Marke "Dominiks Verführung".

Seit 30 Jahren stellt die SPD in Coburg den Oberbürgermeister. Da Amtsinhaber Norbert Tessmer nicht mehr antritt, wittern auch CSU und Grüne ihre Chance. Anders als diese beiden Parteien werde die SPD aber keine Bundes- oder Landespolitiker zu Wahlveranstaltungen holen, sagt Sauerteig. "Ich will lieber mit den Leuten reden als zu den Leuten."

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