Schriftlich hat er es noch nicht. Doch nach einer Information aus dem Bundeswirtschaftsministerium berichtet der Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach (CSU) von einer festen Zusage, dass dem Coburger Land weitere Stromtrassen erspart bleiben.

Wiederholt hatte sich Michelbach im Zuge der Planung auf eine Zusage des Ministeriums berufen, die auf die Zeit der Planung für die bereits bestehende 380 kV-Leitung zurückgeht. Demnach habe der Landkreis damit seine Pflicht in Sachen Bündelung von Verkehrswegen und Stromtrassen erfüllt und werde nicht weiter belastet. Eine Zusage, die allerdings offenbar keiner von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaiers Vorgängern irgendwo schriftlich niedergelegt hat. Bei einem Besuch im Coburger Land Ende des vergangenen Jahres hatte Altmaier deutlich gemacht, dass die Energiewende nicht ohne weitere Trassen zu schaffen sei. Gleichzeitig betonte er, dass diese Trassen mit hohem Zeitdruck gebaut werden müssten. Dass Coburg nun verschont werden soll, sei einer Alternativlösung zu verdanken, die vorsieht, auf die Trassenvarianten P 44 und P 44 mod zu verzichten. Sie sollen ersetzt werden durch eine Bündelung mit bereits geplanten Leitungen, die als Erdkabel verlegt werden, sagte Michelbach.

Auch die geschlossene Ablehnung der Bürgermeister in der Region, die Peter Altmaier bei seinem Besuch erfahren hat, habe zu der Entscheidung beigetragen, sagte Michelbach.rlu