Die HUK-Coburg-Versicherungsgruppe unterstützt das Netzwerk Coburg. Zukunft.Digital als Teil des digitalen Gründerzentrums für Oberfranken, sie beteiligt sich am InsurTechHub Munich, einer Digitalinitiative der bayerischen Versicherer, und sie arbeitet im Innovationsmanagement projektbezogen mit dem Karlsruher Institut für Technologie, KIT, zusammen. Seit gestern ist sie auch noch am digitalen Gründerzentrum Mittelfranken beteiligt, mit dem eine Fünf-Jahres-Zusammenarbeit vereinbart wurde.
"Die Digitalisierung ist für uns ein wichtiges Thema, und die Kooperationspartner arbeiten auch alle unterschiedlich. Das führt zu neuen unterschiedlichen Ideen und Anregungen", erläutert Karin Benning, Pressesprecherin des Versicherungsunternehmens. Digitalisierung sei für die HUK Coburg freilich kein neues Feld, betont sie: "Das ging bei uns ja schon mit dem Onlineportal Huk24.de los." Damals sei die HUK Coburg einer der ersten Versicherer mit Online-Angebot gewesen, das auch profitabel war. "Diese Onlinetochter hat gezeigt, dass die Digitalisierung ein Wettbewerbsvorteil ist. Wir gehen diesen Weg konsequent weiter und können dadurch die Anliegen unserer Kunden noch besser und schneller befriedigen", betont Benning.
Aber es geht bei der Digitalisierung nicht nur um Kundenportale: Die HUK Coburg war auch Vorreiter bei der digitalen Erfassung des Schriftverkehrs. Dafür wurde eigens ein Postzentrum auf der Lauterer Höhe errichtet, wo alle eingehenden Schreiben gescannt und digital aufbereitet werden, so dass sie in allen Standorten bearbeitet werden können. "Das war ein großer Meilenstein, weil wir die Strukturen der Postverarbeitung da zusammengeführt haben", sagt Karin Benning. Digitalisierung führe dazu, "dass Strukturen und Prozesse einfacher werden und man noch näher am Kunden agieren kann".
Was die Zusammenarbeit mit dem Zollhof angeht, suche die HUK Coburg "den Austausch mit jungen Talenten, Start-ups, Wissenschaftlern und Experten", wird HUK-Coburg-Vorstand Daniel Thomas zitiert. "Unser Ziel ist es, voneinander zu lernen und gemeinsam an neuen Ideen zu arbeiten." Der inhaltliche Schwerpunkt des Gründerzentrums Zollhof richtet sich an den in der Region stark vertretenen Wirtschafts- und Forschungszweigen aus. Über gezielte Kooperationen von Start-ups und Unternehmen soll Unternehmensgründern der Markteintritt erleichtert und erste Kundenaufträge vermittelt werden.


Denkansätze von außen

"Wir möchten Partner sein und gemeinsam Geschäftsideen entwickeln, die einen echten Praxisbezug haben. Gründer profitieren von unserer Erfahrung und unserem Expertenwissen. Umgekehrt sind der Blick von außen und neue Denkansätze für uns als Unternehmen wichtig, um aktuelle und künftige Aufgaben zu lösen", beschreibt Daniel Thomas die Vorteile der Zusammenarbeit.
Geplante Aktivitäten der HUK Coburg beim Zollhof sind nach einer Mitteilung des Unternehmens unter anderem die Ausrichtung von Events, die Ausschreibung von Ideen-Wettbewerben und ein aktives Mentoring für Gründer. Vom Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft werden die Bestrebungen der Versicherungsunternehmen in Sachen Digitalisierung mit Wohlwollen betrachtet: Durch die Digitalisierung könnten individuelle Risiken besser eingeschätzt werden, Prozesse würden zunehmend automatisiert und neue Wettbewerber treten in den Markt ein, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsrats.
Die Kooperation mit Start-Ups sei da ein guter Ansatz, denn die Unternehmen müssten in der digitalen Transformation ihr eigenes Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen und das Aufkommen neuer Unternehmen und Produkte eng beobachten. "Die bayerischen Versicherer lösen das aus Sicht des Zukunftsrats bisher sehr gut und können Vorbild für andere Branchen sein", heißt es in der Mitteilung.