Nun also doch ganz klassisch. Nachdem die sogar vom Freistaat Bayern in ihren ersten Entwürfen als vorbildlich eingestufte "Schulmensa von morgen" mit aktiver Beteiligung von Schülern nach dem Rückzug der Küpser Jugendwerkstattt geplatzt ist, hat der Landkreis das Catering der gemeinsamen Mensa für das Arnold-Gymnasium und die Realschule an einen privaten Anbieter vergeben. Bei einem "Probe-Essen" mit allen Beteiligten rund um das Mensa-Projekt wurde gestern das "neue" Konzept offiziell gestartet.

Auf das unrühmliche Ende der Kooperation mit der vom Diakonischen Werk Kronach, Ludwigsstadt, Michelau betriebenen Küpser Jugendwerkstatt wollte Landrat Michael Busch (SPD) gar nicht mehr groß eingehen. Er sagte nur so viel: "Mit denen liegen wir heute noch im Rechtsstreit." Dass er sich ein funktionierendes Pilotprojekt mit Schülern vor und hinter der Essensausgabe gewünscht hätte, betonte Busch aber dennoch. Mit diesem Konzept habe man schließlich im Jahr 2010 "zwei Schritte weiter" gedacht als es bei einer normalen Schülerverpflegung der Fall sei.

Schon früh gab es Probleme

Ein bisschen was von einer "unendlichen Geschichte" hat sie freilich, die von Realschülern und Gymnasiasten gemeinsam genutzte Mensa. Wie Busch in seinem Rückblick erinnerte, kam die Idee der gemeinsamen Mittagsverpflegung schon vor über fünf Jahren auf den Tisch. Schon da sei klar gewesen, dass die Zwei-Schulen-Mensa schlicht und einfach "vernünftig" sei. 2012 wurde dann schließlich mit dem Bau begonnen, wobei es schon die ersten Probleme gab. "Ein langer Winter, ein feuchtes Frühjahr und unvorhersehbare Schwierigkeiten im Baugrund" waren es nach den Wortes des Landrates, die den Eröffnungstermin für die Mensa immer weiter nach hinten rücken ließen. Offiziell und regulär läuft der Mensabetrieb mit "Eat & More Catering" als Partner des Landkreises seit dem Beginn des derzeit laufenden Schuljahres.

Mit Martina Fischer und Rudi Horn stehen zwei erfahrene Gastronomen hinter "Eat & More Catering". Sie betreiben auch die Klosterschänke auf Schloss Banz. Martina Fischer räumte zwar ein, dass sie und ihr Team noch "in der Orientierungsphase" sind - aber jeden Tag laufe des System ein bisschen besser. Selbst das von Fischer nach eigenen Worten als "krtitisch" erachtete Salatbüfett zur Selbstbedienung verusache keinerlei Probleme.
Landrat Michael Busch atmete angesichts dieser Worte sichtbar auf. "Es muss jetzt auch gut gehen", stellte der Landrat klar, dass in der gemeinsamen Mensa die Zeit der Probleme endlich zu Ende sein müsse. AG-Schulleiter Karlheinz Schoofs konnte Michael Busch in dieser Hinsicht schon ein bisschen beruhigen. Schoofs, der schon mehrfach sein Mittagessen in der Mensa einnahm, zeigte sich mit der Qualität des Caterings sehr zufrieden. "Mit Mut und Energie" habe das Team um Martina Fischer die Aufgabe angepackt. Nun sei die Mensa auf einem guten Weg, sich zu einem "Schnittpunkt" für Realschüler und Gymnasiasten in Neustadt zu entwickeln.

Bänisch hat es geschmeckt

Ronald Bänisch, der Leiter der Neustadter Realschule, ließ sich zufrieden das Mittagessen schmecken. Beim Blick durch die helle und schick gestaltete Mensa fasste Bänisch die Bedeutung der neuen Mensa in einem Satz zusammen: "Sie ist ein kostbares Juwel für uns."