Auch die Gemeinde Grub will von den neuen Bayerischen Gigabitrichtlinien profitieren, um den Breitbandausbau weiter zu forcieren. Das Planungsbüro Reuther stellte in der Gemeinderatssitzung am Montag die Einzelheiten vor. Die Gemeinderäte beschlossen, in das Förderverfahren einzusteigen und sich dabei interkommunal mit Niederfüllbach zusammenzutun. Der ganze Vorgang beginnt mit der Markterkundung. Der Fördersatz der Gesamtmaßnahme liegt bei 90 Prozent, wobei bis zu 6000 Euro je Adresse förderfähig sind.

Da die Gemeinde Baumängel bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt festgestellt hat, klagte sie gegen die ausführende Firma. Per Gemeinderatsbeschluss wird nun im Rahmen des gerichtlichen Klageverfahrens eine Widerklage erhoben, um die Beseitigung der Mängel auf Kosten der Baufirma durchzusetzen.

Zuschuss für den Sportverein

Dem TSV Grub werden 7000 Euro Zuschuss gewährt für die Sanierung der Tennisplätze, beschlossen die Gemeinderäte. Der Betrag soll in die Haushaltsplanung 2021 aufgenommen werden.

Die Bauleitplanung in der Gemeinde, die für eine städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist, prägte die Gemeinderatssitzung am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule. Alle Ratsmitglieder trugen brav ihre Masken während der ganzen Sitzung, bei der Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) coronabedingt um kurze Redebeiträge bat. "Am Rosenberg" soll ein neues Baugebiet entstehen, das fünf Baurechte beinhaltet. Die Planung für die Erschließung mit den Straßenführungen sowie der Ver- und Entsorgung erläuterte Andreas Ziener vom Ingenieurbüro Koenig + Kühnel. Einstimmig wurde der Maßnahme zugestimmt.

Schon länger im Gespräch

Weitere Beschlüsse waren erforderlich wegen der Errichtung eines Wohngebäudes sowie vor allem wegen eines Offenstalles für Pferdehaltung. Dem schon seit längerer Zeit in der Diskussion stehenden Vorhaben am Nordostende von Grub, an der Gemeindeverbindungsstraße nach Rohrbach und Buscheller liegend, wurde nunmehr grünes Licht gegeben. Da ein solcher Offenstall aufgrund fehlender Privilegierung nicht im Außenbereich errichtet werden darf, beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Bebauungsplan "Am Renner" aufzustellen, ihn als Sondergebiet "Wohnen mit Pferdehaltung" auszuweisen und den Flächennutzungsplan im Parallelverfahren entsprechend zu ändern. Der Geltungsbereich der Planung umfasst 1,15 Hektar.

Gleichzeitig wurde auch festgelegt, dass die gesamten Planungskosten die Antragsteller zu tragen haben und Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft von ihnen durchzuführen sind. Der Gemeinderat machte auch klar, dass die Gemeinde keine Flächen zur Verfügung stellt.