Es bleibt beim Rhythmus: Alle 14 Tage werden Einkaufsfahrten für ältere Bürger angeboten. Das hat der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung beschlossen. Somit werden keine wöchentlichen Fahrten durchgeführt, so wie es sich der Seniorenbeauftragte und Gemeinderat Walter Lorper (FB) vorgestellt hatte. Der Grund: Es besteht einfach nicht genug Bedarf. Eine Umfrage bei den Bürgern ergab, dass 46 keinen Bedarf für wöchentliche Fahrten sahen. 64 Rückmeldungen von 396 Anschreiben waren bei der Gemeinde eingegangen.

Anders sieht es bei einem weiteren Antrag von Lorper aus, der bereits im Juli 2020 behandelt wurde. Es ging um Mitfahrbänke. Wie der Zweite Bürgermeister Michael Hofmann (CSU), der Bürgermeister Markus Mönch vertrat, mitteilte, seien bereits Gespräche mit den Märkten am Ortsrand geführt worden. Diese seien nicht abgeneigt. Die Bänke selbst, so Hofmann, seien bereits in der Anschaffung. Dazu Lorper: "Das ist eine gute Sache." Laut Gemeinderat Andrè Carl von der Dorfgemeinschaft erfolgt eine Bankspende.

Radwegenetz wird erweitert

Auf den Antrag der Freien Bürger, unterzeichnet von Gemeinderat Manfred Künzel, das Radwegenetz zu erweitern, wird dahingehend eingegangen, dass die Gemeindeverwaltung initiativ werden soll. Der Antrag beinhaltet eine vernünftige Verbindung zwischen den Landkreisen Coburg und Lichtenfels. Gefordert wird ein Radweg entlang der Staatsstraße 2191 zwischen Weidhausen und Lettenreuth sowie entlang der Kreisstraßen CO 11 und LIF 9 zwischen Neuensorg und Neuensee. Die Gemeinde soll obendrein alle Fördermöglichkeiten prüfen und in Gesprächen mit den Beteiligten ein gemeinsames Radwegekonzept entwickeln, da ein Lückenschluss als dringend notwendig angesehen wurde.

Um weiteren Wohnraum in der Gemeinde zu schaffen, wurde beschlossen, die noch verfügbaren Bauplätze des Bebauungsplanes "Süd-Ost III" zu erschließen. Es gibt noch vier weitere Baugebiete, nämlich "Hallstraße II", "Lettenreuther Straße", "Neue Heimat" und "Zwei Eichen". Die Verwaltung wurde beauftragt, mit allen Grundstückseigentümern Gespräche bezüglich des Grunderwerbs für die benötigten Bauflächen zu führen.

Einige Beschlüsse

Im Rahmen der Bauleitplanung erfolgten einige Beschlüsse. Beim Flächennutzungsplan werden sowohl die derzeit geltenden Darstellungen "Gewerbegebiet reduziert" als auch "Sondergebiet Photovoltaik" als Änderungen im Vorentwurf gebilligt. Die Änderung des Bebauungsplanes "Weidhausen Ost" wird durchgeführt. Die Vorentwürfe "Gewerbegebiet an der Mödlitzer Straße" und "Photovoltaik Park Verpa Weidhausen" wurden im Vorentwurf gebilligt.

Die Außensportanlage an der Pestalozzistraße soll baulich saniert werden, da durch eine staatliche Förderung von Sportstätten Mittel bereitgestellt werden. Eine entsprechende Interessensbekundung am sogenannten Investitionspakt wird abgegeben. Erwartet wird eine 90-prozentige Förderung.

"In Corona-Zeiten bitte kurz fassen"

Zweiter Bürgermeister Michael Hofmann verwies in einem Statement auf die nicht alltägliche Corona-Situation, was die Kommunen betreffe. Er meinte, dass in Sitzungen wichtige Entscheidungen zu treffen seien. Die Sitzungen müssten deshalb stattfinden unter Einhaltung der Hygieneregeln, wobei er bat, sich kurz zu halten, da der Sachverhalt bereits in den Beschlussvorlagen erläutert sei.

Der Gemeinderatssitzung ging eine Sitzung des Bau- und Umweltausschusses voran. Hier wurde beschlossen, an der Wetterseite der Leichenhalle auf dem Friedhof Weidhausen keine Schieferfassade anzubringen, da die Kosten 20 000 Euro übersteigen würden. Das gemeindliche Einvernehmen für den Bauantrag zur Generalsanierung der Schulturnhalle der Grundschule mit Anbau eines Mehrzweckraumes für die Nachmittagsbetreuung wurde erteilt. Genehmigt wurde auch der Bauantrag für die Erweiterung eines landwirtschaftlichen Pferdepensionsbetriebes.