Das ehemalige Schützenhaus wird nicht zum Leerstandsproblem. Nachdem sich der Schützenverein aufgelöst hat, somit sein Schützenhaus nicht mehr braucht, kommt Bewegung in die Immobilie. Wie Bürgermeister Udo Döhler (UBV) anlässlich der Gemeinderatssitzung wissen ließ, habe die Gemeinde das Grundstück mit Schützenhaus bereits notariell erworben. Beschlossen wurde im Gremium eine Nutzungsänderung, da Abu Laila das Anwesen anmieten möchte, um dort eine Pizzeria mit Lieferservice einzurichten. Entsprechende Planunterlagen wurden dem Gemeinderat erläutert, wobei weitere Details in nichtöffentlicher Sitzung festgelegt wurden.

Keine Gebührenermäßigung wegen eingeschränkter Betreuungszeit

Sechs Kindergarten-/Krippengruppen mussten wegen der Corona-Pandemie geteilt werden. Da der Platz im Kindergarten nicht zur Verfügung stand, wurden zwei Räume im evangelischen Gemeindehaus bezogen. Miete fällt nicht an, die Betriebskosten sind allerdings zu übernehmen.

Mit dem vorhandenen Personal kann eine geordnete Betreuung sichergestellt werden. Allerdings musste deshalb die Betreuungszeit auf maximal sieben Stunden pro Tag und Kind festgelegt werden. Die Frage erhob sich, wie mit den Eltern umgegangen wird, die darüber hinaus Stunden gebucht hätten und auch dafür Gebühren entrichten müssten. Zur Beantwortung dieser Frage kam dem Betreiber des Kindergartens, der Gemeinde Dörfles-Esbach, ein Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gerade recht. In diesem Schreiben steht, dass der Regelbetrieb wieder mit dem vollumfänglichen Betreuungsangebot aufgenommen werden soll. Das bedeutet für die Einrichtung, dass diese den Kindern während der normalen Öffnungszeiten für alle Buchungszeiten zur Verfügung steht. Allerdings müssen Kinder mit längerer Buchungszeit aufgeteilt werden und somit andere Gruppen besuchen. 24 Kinder sind davon betroffen.

Das Gremium diskutierte darüber, ob Gebühren erlassen werden könnten. Einstimmig wurde beschlossen, den Betroffenen trotz der eingeschränkten Öffnungszeiten in den vergangenen Wochen keine Gebührenermäßigung zu gewähren.

Nicht der richtige Zeitpunkt

Angelika Frank (CSU) stellte im Namen ihrer Fraktion den Antrag, ein Seniorenbus-Angebot zu organisieren. Sie verwies darauf, dass eine gemeinsame Nutzung des vorhandenen Busses mit der Jugendpflege möglich sein sollte. Döhler entgegnete allerdings, dass der Bus oft genug ausgelastet sei, und gab zu bedenken: "Ein solches Angebot erscheint durch die Corona-Pandemie derzeit unmöglich. Und man sollte sich Zeit für eine Planung lassen." Der Antrag wurde zur Weiterbearbeitung in den Sozialausschuss verwiesen.