Mango und Aprikose in einer Bratwurst? Und dazu noch ein Hauch feuriger Chili? Diese ungewöhnlich exotische Würze im fränkischen Traditionsgrillgut hat sich der Rödentaler Metzgermeister Frank Glumbik ausgedacht. Mit dem "Samba Griller" will er Jury und Besucher beim vierten fränkischen Bratwurstgipfel am 1. Juni in Pegnitz überzeugen. Und nach dem Sieg mit seiner klassischen Bratwurst im vergangenen Jahr will der Rödentaler heuer das "Double" holen. Im Interview mit unserer Zeitung verrät Frank Glumbik, was drin ist in der Samba-Wurst und was ihn zu seiner Erfindung inspiriert hat.

Herr Glumbik, Sie sind im vergangenen Jahr zum ersten Mal beim fränkischen Bratwurstgipfel angetreten und haben auf Anhieb gewonnen.
Frank Glumbik: Ja, ich habe mit meinem Klassiker gewonnen, der mittelfeinen Bratwurst im Bändel.
Leider nicht mit der Bruschetta-Bratwurst (damit war er in der Kategorie Kreativwurst angetreten, die Red.). Die war zwar auch nicht schlecht, aber den ersten Preis habe ich mit meinem Hauptumsatzträger geholt. Dafür gab es einen Pokal, der bei uns im Laden steht. Und weil er kein Wanderpokal ist, darf er da auch stehenbleiben.

A propos Pokal, haben Sie sich eine Strategie zurechtgelegt, um sich den zweiten Titel als Bratwurstkönig zu sichern?
Wir sind mehr als gerüstet. Man sieht ja die Resonanz unserer Kundschaft. Unsere Bratwürste sind gut, vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber zu 95 Prozent ist die Resonanz sehr positiv. In dieser Hinsicht bin ich zuversichtlich. Gut, wie die Jury dann entscheidet, ist eine andere Sache, aber ich glaube, wir werden nicht die Schlechtesten sein. Und für den Exoten, die Kreativbratwurst, haben wir uns etwas Tolles einfallen lassen: den Samba Griller.

Verraten Sie uns, was da drin ist?
Nur so viel: Wir haben Mango-Aprikose drin, außerdem eine südländisch-mediterrane Würzung und einen Schuss Chili. Und ein Anteil Rindfleisch wird auch mit verarbeitet in dieser Bratwurst. Sie ist sehr lecker, auf ihre Art und Weise.

Und wer hat getestet, ob die Kreation auch schmeckt?
Wir alle. Auch unsere Kundschaft hat schon probiert und verkauft haben wir auch schon einige davon. Ich habe noch etwas an der Rezeptur gefeilt und in der kommenden Woche wird sie dann produziert.

Wird es die Wurst denn auch am Coburger Sambafestival geben?
Nein, leider nicht. Wir sind dort nicht vertreten. Wir wären zwar gerne dabei, aber ich bringe nicht genug Personal zusammen, dass wir das durchziehen könnten. Sonst hätte ich schon die Möglichkeit gehabt, in Coburg dabeizusein.

Wer kam denn auf die Idee, eine Samba-Wurst zu kreieren?
Die Idee kam von mir. Wir haben in diesem Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien und Coburg ist die Samba-Hochburg... diese beiden Begriffe, eine Wurst, da mussten wir was draus machen. Mitgetüftelt hat auch eine Gewürzfirma. Die haben eine Marketingabteilung und entsprechend Ideen. Aber im Endeffekt entscheide ich, wie die Wurst zusammengesetzt wird.

Wo, außer in Pegnitz, kann man denn Ihre Wurst essen?
Die gibt's natürlich bei uns im Laden. Übrigens auch die Brus chetta-Bratwurst von 2013. Aber eine große Bitte: Keinen Ketchup oder Senf draufgeben! Ein gutes Weißbrot, eine Semmel oder einen frischen Salat dazu... italienisch eben, dann ist sie richtig gut.


Rund um den Gipfel

Wann Über 30 Bratwurstsorten werden am Sonntag, 1. Juni, von 11 bis 18 Uhr im Wiesweiherpark in Pegnitz gegrillt.

Wer 15 fränkische Metzgereien tragen den Bratwurstwettbewerb aus. Jeder Teilnehmer schickt zwei Spezialitäten ins Rennen: eine klassische und eine Kreativbratwurst. Erlaubt ist, was schmeckt. In der Kategorie Kreativbratwurst finden sich heuer neben dem "Samba Griller" auch eine Erdbeer-Minz Bratwurst mit grünem Pfeffer und die Bratwurst Hawaii. Frank Glumbik trat hier 2013 mit seiner italienisch inspirierten Bruschetta-Bratwurst an.

Prozedere Eine Jury aus Promis und Experten verkostet die Würste. Gleichzeitig haben die Besucher Gelegenheit, per Bewertungsbogen für ihre Lieblings-Metzgerei zu stimmen.