"Ein halbes Jahr weiter, als wir sein wollten" und damit hoch zufrieden sind die Geschäftsführer der Therme Natur in Bad Rodach. In den nur fünfeinhalb Monaten, seit sie den Betrieb rund ums Thermalbad leiten, sei schon einiges zum Positiven verändert worden, und so solle es auch weitergehen, betonten die beiden Geschäftsführer Lutz Lange und Stine Michel am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Ein Schwerpunkt des Jubiläumsjahres "40 Jahre Thermalbad" wird in diesem Jahr die Werbung für den neuen Wohnmobilstellplatz in der Thermenaue unterhalb des Bades sein. Gemeinsam mit der Tourismusregion Coburg-Rennsteig "sind wir im Moment dabei, uns als Wohnmobil-Region zu etablieren", erklärte Lutz Lange. Und: "Für Wohnmobile haben wir eine tolle Gegend." Dafür stünden in Bad Rodach nun 70, in der gesamten Region 200 großzügige Premium-Stellplätze zur Verfügung. Am kommenden Mittwoch, 24.
Februar, wird der Wohnmobilplatz in Bad Rodach offiziell eröffnet.

Die Geschäftsführung der Therme Natur versteht sich auch als verantwortlich für den gesamten Kurbetrieb in der Thermalbadstadt. Daran gelte es weiter zu arbeiten. Stine Michel: "Die Therme haben wir im Griff."
Die Entwicklung der Stadt hin zu einem richtigen Kurort sei dagegen eine schwierigere Aufgabe. Deshalb sei die Therme Natur nun der Werbeinteressengemeinschaft Bad Rodach (WIR) beigetreten. "Wir sind auf einem guten Weg, das macht Spaß", sagte Michel.


Negativtrend gebrochen

In den vergangenen Monaten habe man im Thermalbad den Schwund an Besuchern aufhalten können. Im Gegenteil: Von Dezember bis Februar wurden sogar acht Prozent (3473) mehr Gäste gezählt als im Vorjahr. Lutz Lange: "Das ist wirklich ein guter Schnitt. Hoffen wir, dass es dabei bleibt."

Der große Vorteil von Bad Rodach sei dabei die Übersichtlichkeit der gesamten Anlage: "Es ist ein Unterschied, ob ich 200 000 Gäste bespaßen kann oder 800 000 pro Jahr durchschleusen muss." Die Gäste kommen neben dem Oberzentrum Coburg aus der gesamten Region im Umkreis von rund 100 Kilometern.

Allein 70 Busse fahren die Therme Natur pro Woche derzeit an. "Die wollen wir nicht nur ins Bad, sondern auch in die Stadt bringen", wünscht sich der Geschäftsführer. Zur Kundschaft gehöre mittlerweile ein großer Teil von Besuchern, die früher die Therme in Masserberg in Thüringen als Ziel gewählt hätten.

Dass die Einrichtung nun eine so gute Entwicklung nimmt, sei auch den Mitarbeitern zu danken. Laut Lange und Michel haben wir hier "noch einmal nachgezogen" und die Zahl der fest angestellten Beschäftigten von 74 auf 92 erhöht. "Dichter am Gast" lautet dabei das Motto, und die Gäste seien dankbar für den Service.


Bürgermeister hat Idee

Nicht nur der Service, auch das Angebot im Bad selbst soll erweitert werden. So seien Erweiterungsbauten im Liegebereich (100 Plätze) und in der Gastronomie geplant. Einen größeren Wurf habe Bürgermeister Thomas Ehrlicher (SPD) noch in Planung, dies sei aber noch nicht spruchreif.

Auch mehr Veranstaltungen seien in Planung, nicht nur im Jubiläumsjahr, versprach Stine Michel. Dazu gehörten neue Sauna-Events, aber auch FKK-Baden am späten Abend oder der Brunch jeden Tag von 10 bis 13 Uhr. Wer eine Abendkarte kaufe, erhalte ein Glas Sekt als Geschenk. Stine Michel: "Ein Ziel ist, unser Publikum zu verjüngen."