Die beiden Kamelbabys im Zirkus Henry und ihre Mütter bekommen immer wieder Besuch von liebevollen Frauen. Eine von ihnen ist die Coburgerin Ulrike Knauer, die täglich vorbeischaut. Es war vor einem Jahr und genau im März, als sie davon erfahren hatte, dass in Dörfles-Esbach ein Zirkus "gestrandet" war. Seit dieser Zeit ist Ulrike Knauer täglich bei den "Wüstenschiffen".Sie hat den Zirkus Henry und vor allem seine Kamele von Anfang an in ihr Herz geschlossen. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen, schwärmt sie. Die zutraulichen Kamele hätten es ihr angetan. An manchen Tagen sei sie mehrmals bei ihnen gewesen.

Immer hatte sie frische Karotten oder trockenes Brot dabei, wenn sie die Tiere besuchte. "Wir sind Freunde geworden", so beschreibt Ulrike Knauer ihre große Zuneigung zu den Vierbeinern.

Wenn es die Pandemie zulässt und der Zirkus wieder auf große Tournee geht, will sie aber ihren Liebling nicht aus den Augen verlieren. Es ist Richezza, die vor einigen Wochen geborene Kameldame. Wenn der Gastspielort nicht zu weit ist, möchte Ulrike Knauer die Kleine auch dort besuchen. Immerhin ist sie die Patin von Richezza.

Verliebt in Samba

Aber auch das zweite junge Kamel des Zirkus, Samba, hat eine Patin. Es ist Christine Heister, die vor kurzem die namen für die Kamelbabys ausgesucht und die Tiere getauft hat. Bei der Taufe hatte Heister spontan "ja" gesagt und kümmert sich nun um das kleine Kamel. Bei der Suche nach schönen Namen habe sie sich völlig in den Zirkus-Nachwuchs verguckt, gestand Christine Heister.