Die ersten "Wahlbeobachter" standen schon vor dem Schließen der Wahllokale um 18 Uhr vor dem Rathaus. Sie konnten kaum erwarten, zu erfahren, wie der Bürgerentscheid zum Wochenmarkt am Rathaus (und damit eben auch vor dem Feuerwehrhaus) ausgehen würde. Sie mussten eine Weile warten. Aber um 18.52 Uhr verkündete Wahlleiter Michael Heß dafür ein Ergebnis, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Fast genau 85 Prozent der Grüber sind für den Markt an seinem jetzigen Standort aus.

Dabei hätte es dieses Entscheids gar nicht mehr bedurft, der jetzt das Ende eines schon erbittert geführten Streits in der Gemeinde bringen soll. Das Markttreiben behindere die Feuerwehr, wenn während der Marktzeit ein Einsatz erforderlich würde, lautete das wichtige Gegenargument gegen den Markt direkt vor der Ausfahrt aus der Feuerwehrgarage. Zudem könnten Einsatzkräfte, die zum Gerätehaus anfahren, nicht dort parken. Zwei Probleme, die nicht ohne Gewicht waren.

Inzwischen hat die Verwaltung diese beiden Probleme bereits beseitigt. Es wurde ein Alarmparkplatz für 16 Fahrzeuge gebaut. Die Ausfahrten des Feuerwehrhauses dürfen nicht verstellt oder zugeparkt werden - natürlich nicht nur, wenn gerade Markt ist.

Das haben auch die Grüber Wähler offenbar honoriert und mit ihren Stimmen kundgetan, dass sie zumindest unter diesen Voraussetzungen mit sehr großer Mehrheit einen Markt an dieser Stelle haben wollen.

So sieht das auch Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG): "Der Gemeinderat hat den klaren Auftrag erhalten, den Markt weiterhin am Rathaus zu ermöglichen. Wir müssen uns jetzt alle zusammensetzen und geeignete Kompromisse finden. Ein Nachkarten gibt es für mich dabei nicht. Wir sind jetzt ein Jahr lang an diesen Entschied der Bürger gebunden. In dieser Zeit wird sich das hoffentlich so einspielen, dass der Markt auch darüber hinaus dann an dieser Stelle abgehalten werden kann."

Wie der Bürgermeister war auch André Dehler (FW), als Dritter Bürgermeister, als einer der 30 Wahlhelfer an diesem Abend im Einsatz. Für seine Partei sagt er: "Wir haben mit einem solchen Ergebnis gerechnet. Wir waren von 80 Prozent ausgegangen, jetzt waren es sogar rund 85 Prozent. Erfreulich ist die hohe Wahlbeteiligung. Der Gemeinderat in Grub wird entsprechend weiter arbeiten."

Den ehrenamtlichen Marktleiter Klaus Köhler freut das Ergebnis vom Sonntag natürlich. "Erstes Ziel war die gesetzlich vorgeschriebene Hürde von 20 Prozent Beteiligung zu erreichen. Mit rund 57 Prozent Wahlbeteiligung wurde dies leicht geschafft und sagt sehr viel über die Bedeutung des Themas bei den Grübern aus."