"Aufkleber auf Verkehrsschildern gehen sehr schlecht weg", sagt Phillip Thumser. Aufkleber auf Verkehrsschildern sind Sachbeschädigung. Sie zu entfernen, gehört zu den Aufgaben eines Straßenwärters. Phillip Thumser ist Straßenwärter beim CEB in Coburg. Aber nicht irgendeiner. Er ist der Beste des Abschlussjahrganges 2014 in ganz Bayern.

Drei Jahre dauerte die Ausbildung. Die Berufsschule musste Phillip Thumser in Würzburg besuchen. Die überbetriebliche Ausbildung fand in Gerolzhofen statt. Dazu kamen Ausbildungsabschnitte beim Grünflächenamt in Coburg und bei der Straßenmeisterei auf der Lauterer Höhe.

"Man lernt alles, was zum Unterhalt einer Straße gehört", erklärt Thumser. Kontrollfahrten zeigen, wo es Mängel gibt. Kleinere Probleme und Schäden beheben die Straßenwärter sofort selbst.
Sie sichern Baustellen und sind für die Grünpflege mit zuständig - neben dem Grünflächenamt. "Einen großen Teil der Arbeit macht der Winterdienst aus", erklärt Phillip Thumser, der aus Heldritt kommt.

"Wir haben 30 Mitarbeiter, die als Straßenwärter arbeiten, 15 davon haben direkt die Ausbildung als Straßenwärter, die anderen kommen aus anderen Berufen, sie sind zum Beispiel gelernte Maurer", sagt Gerhard Knoch vom CEB. Einer der 15 ist seit seiner Freisprechungsfeier als einer von 59 Prüflingen im Freistaat in Landshut Phillip Thumser.

Er befindet sich in guter Gesellschaft. Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass der beste Straßenwärter Bayerns aus Coburg kommt. "Wir hatten 2013 und 2012 auch schon den Jahrgangsbesten in Bayern und 2011 des Zweitbesten", sagt Gerhard Knoch stolz. Bis dahin sei es noch nicht vorgekommen, dass ein Ausbildungsbetrieb zwei Jahre hintereinander den besten Auszubildenden stellte. Das spricht für den Ausbildungsbetrieb - aber auch für die Auszubildenden, die die städtischen Betriebe ergattern konnten.

Phillip Thumser ist nämlich nicht der einzige Azubi, mit dem die Stadt glänzen kann. Nico Seidel absolvierte bei den SÜC die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik in der Hauptabteilung Elektrizität - Abteilung Netz-Mittelspannung/Niederspannung. Das klingt kompliziert. Einfacher erklärt es Nico Seidel selbst. "Wir legen zum Beispiel einen Hausanschluss, wenn jemand neu baut." Seinen Berufsschulabschluss legte er als Bester dieses Jahrgangs an der Berufsschule Coburg I ab. Notendurchschnitt: 1,0. Besser geht es nicht.

Die Ausbildung dauerte dreieinhalb Jahre. Für Nico Seidel ist besonders erwähnenswert, dass er in seinem Beruf bei Wind und Wetter draußen unterwegs sein muss. Das sollte jeder wissen, der in diesen Job einsteigen will.
"Es freut uns, wenn junge Menschen sich in der Ausbildung im Unternehmen hervorgehoben haben", sagt SÜC-Geschäftsführer Götz-Ulrich Luttenberger zu den herausragenden Leistungen der Nachwuchskräfte im städtischen Betrieb.

Nun ist es an den Ausbildern und Azubis des kommenden Jahrgangs an die Ergebnisse der vergangenen Jahre anzuknüpfen und die Serie mit den besten Auszubildenden weiter fortzusetzen.