von unserem Mitarbeiter  RALPH BILEK

Gensungen/Coburg — Am 12. Januar landete der HSC 2000 Coburg beim SC Magdeburg II seinen letzten und bis dato einzigen Erfolg in fremden Hallen in diesem Jahr. So möchte sich HSC-Coach Hrvoje Horvat in seinem letzten Auswärtsspiel aber nicht verabschieden: "Wir werden alles tun, um die Punkte mit nach Coburg zu nehmen."
Bei der HSG Gensungen/Felsberg soll es doch noch einmal klappen mit Auswärts-punkten. Außerdem will die Mannschaft unbedingt dem ASV Auerbach Schützenhilfe leisten: "Da sind einige gut befreundet, schon deswegen müssen wir siegen und die Mannschaft reist nächstes Jahr lieber die kürzere Strecke nach Auerbach", so Horvat. Auch Spielführer Ronny Göhl meint: "Unbedingt müssen wir gewinnen.
Zum einem habe ich es den Werners versprochen und zum anderen würde es uns ganz gut tun."
Bekanntlich wechseln ja auch Kenny Schramm und Andy Wolf nach der Saison Richtung Auerbach. An Motivation sollte es also nicht mangeln.
Bei 10:18 Auswärtspunkten kann man Göhl verstehen, zumal der Stachel der Enttäuschung gerade über die letzte Niederlage in Bad Neustadt bei allen sehr tief sitzt, denn: Hätten die Coburger dort gewonnen, dann würde jetzt der Abstand zum 2. Platz nur noch einen Zähler betragen. Aber auch in Gensungen hat der HSC ja noch nicht gewonnen. Die Gastgeber stehen auf Abstiegsplatz 14 (20:36) mit dem Rücken zur Wand, einen Zähler hinter Auerbach, wo man im möglichen Abstiegsfinale am letzten Spieltag antreten muss. Um sich die Option auf jeden Fall zu erhalten, muss Coburg besiegt werden.
Dass der Traditionsverein sich in dieser prekären Lage befindet, ist auch für Horvat eine Riesenüberraschung. Der will aber seine persönliche Bilanz gegen diesen Gegner halten: "Mit Melsungen habe ich achtmal in Gen-sungen gespielt und siebenmal gewonnen, mit Coburg habe ich alle drei Partien gewonnen." Nach seiner Verletzung wird auch Maximilian Drude wieder dabei sein, wer dafür nicht im Kader steht, entscheidet Horvat erst nach dem Abschlusstraining am heutigen Freitag.

Einen Hochkaräter an der Angel

Parallel laufen die Bemühungen des HSC, einen schlagkräftigen Kader für die nächste Saison auf die Beine zu stellen, auf Hochtouren. Bereits in der nächsten Woche soll ein Hochkaräter präsentiert werden.

Die Lage in der Liga

Coburg will noch auf den 3. Platz und hofft dabei auf Schützenhilfe des Dessau-Roßlauer HV, der die Drittplatzierte SG LVB Leipzig zu Gast. Ungewöhnlicherweise bereits am heutigen Freitag, obwohl an den letzten beiden Spieltagen traditionell alle Spiele zeitgleich angepfiffen werden sollten.
Das liegt daran, dass am Sonntagnachmittag die Handball-Nationalmannschaft ein Freundschaftsspiel gegen Slowenien in Dessau austrägt. Die Leipziger liegen einen Zähler vor dem HSC, haben aber den direkten Vergleich gewonnen. Rang Zwei ist bereits an den HSC Bad Neustadt vergeben. Die haben den direkten Vergleich gegen Leipzig gewonnen und können nicht mehr hinter die Sachsen rutschen.
Überraschendes kommt von der TG Münden (Derby beim GSV Eintracht Baunatal). Hatte man dort letzte Woche noch verkündet, sich aus finanziellen Gründen aus der 3. Liga zurückziehen und in der Oberliga Niedersachsen an den Start gehen zu wollen, hat man am letzten Tag der Meldefrist am Dienstag doch noch für die 3. Liga gemeldet. Dies führt auch dazu, dass Platz 14 kein Relegationsplatz gegen den Abstieg ist, sondern derzeit direkt zum Abstieg führt.