Dass Untersiemau an seine Feuerwehren denkt, ist an folgenden Beschlüssen, die bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag gefasst wurden, zu erkennen: Der Gemeinderat beschloss, ein Schlauchboot mit Rundheck und entsprechender Zusatzausstattung für die Feuerwehr Scherneck zu erwerben. Das Boot ist für den Einsatz an Gewässern zugelassen, vier Personen können damit befördert werden. Das Schlauchboot kostet 3700 Euro. Weiterhin beschlossen die Gemeinderäte, einen Tieflader-Einachsanhänger der Marke Humbaur für 1850 Euro zu kaufen - das Schlauchboot muss schließlich transportiert werden können.

Das alte Fahrzeug LS 16 der Feuerwehr Scherneck geht in Rente. Vielleicht könne es noch günstig verkauft werden, hofft Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU). Abgelöst wird es durch ein Katastrophenschutz-Fahrzeug, das den Schernecker Wehrleuten bereits am Mittwoch in Bonn übergeben worden ist. Rosenbauer zeigte sich erfreut, "dass die Bundesrepublik Deutschland an die heimische Wehr gedacht" habe.

Die Sache hat einen kleinen Haken

Doch der Freude über die Gabe folgt auch ein kleiner Haken. Das neue Fahrzeug ist etwas höher als das alte. Deshalb beschloss das Gremium auch gleich noch, ein neues Sektionaltor im Gerätehaus in Scherneck einbauen zu lassen. Dieses Tor mit zwei durchgängigen Lichtbändern und Schlupftür wird 5100 Euro kosten. Den Auftrag erhält die Firma Knabe Fenster- und Türentechnik aus Untersiemau.

Plan für Ortsdurchfahrt steht

Der Ausschuss für Infrastruktur, Bauen und Umwelt hatte sich schon mit dem Entwurf zur Neugestaltung der Straßenbegleitflächen der Ortsdurchfahrt Untersiemau befasst, der Gemeinderat stimmte dem Plan nun zu. Zusammen mit dem Ingenieurbüros Kittner & Weber werde er am 14. April im Amt für Ländliche Entwicklung vorstellig werden, kündigte Rosenbauer an. Dort werde es auch um mögliche Zuschüsse gehen.

Neunstufig modular

Acht bis zwölf Jahre wird es vermutlich dauern, bis alle im Gemeindegebiet Untersiemau einen Breitbandanschluss haben. Siegbert Reuther vom Büro Reuther NetConsulting, Bad Staffelstein, stellte dem Gemeinderat bei der Sitzung in der Schulturnhalle den Plan dafür vor. Masterplan nennt sich dieser, beabsichtigt ist, die Leistungsfähigkeit der bestehenden Telekommunikationssysteme im Bereich der Gemeinde zu untersuchen. Mit den Verlegungsarbeiten könnte vielleicht Ende des Jahres begonnen werden, sagte Reuther. Er erwähnte auch das Förderprogramm BayGibitR. Dieses aktuelle Zuwendungsprogramm erfolge über einen neunstufigen modularen Aufbau. Das Gremium erteilte den Auftrag an das Planungsbüro für die ersten drei Module, diese sind technische Ist-Erfassung, Markterkundung und Auswertung - für etwa 6500 Euro.

Für rund 430000 Euro wird die Birk­acher Straße saniert. Ein Teilbereich der Straße in Obersiemau bekommt auf einer Länge von 350 Metern eine neue 14 Zentimeter dicke Asphalttragdeckschicht und neu gestaltete Ränder. An der Straßenbeleuchtung wird einiges ergänzt. Zudem wird ein Teil der Oberflächenwasser- und Mischkanäle ausgetauscht. Vorgesehen ist auch der Einbau eines zweiten Stahlrohr-Durchlasses. Dazu sollen neue Hausanschlüsse für spätere bebaubare Flächen angelegt werden.

Für Vereinsgründung

Um die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern, sollen ein Konzept erstellt und der Verein "Allianz B303+ e.V." gegründet werden. Daher wurde bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag Bürgermeister Rolf Rosenbauer damit beauftragt, mit den anderen Bürgermeistern der Arbeitsgemeinschaft (AG) den Verein zu gründen.

Insgesamt sind es derzeit zehn Gemeinden aus den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels. Das Plus hinter der 303 steht für Untersiemau und Großheirath, da diese Gemeinden nicht an der B303 liegen.