Ein Jugend-Handballer des HSC 2000 Coburg hat sich mit Covid-19 infiziert. Der durchgeführte Test ergab ein positives Resultat. Das teilte der Handball-Erstligist aus der Vestestadt am Mittwoch mit. Alle übrigen Tests fielen negativ aus. Der Spieler wurde isoliert und befindet sich in Quarantäne.

Bis alle Dinge umfassend geklärt sind, findet kein Trainingsbetrieb im Jugendbereich statt. Der Profibereich sei von diesem positiven Fall jedoch nicht betroffen. In Zusammenarbeit mit den Behörden wird momentan beraten, wie die nächsten Schritte aussehen.

Aus der Wirtschaftsschule

Den Namen des Spielers nannten die Handballer nicht, aber es handelt sich um einen Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Coburg, wie Felix Hanft, Geschäftsleiter beim Landratsamt, bestätigte. Die gesamte Klasse des Betroffenen befindet sich bereits in Quarantäne. Wo sich der Schüler angesteckt hat, sei derzeit unklar. Das Gesundheitsamt steht laut Hanft in engem Kontakt mit den Handballern.

"Wir haben die Trainingslisten angefordert, die Kontakte lassen sich relativ leicht nachvollziehen. Es besteht also kein Grund zur Panik", betont Hanft. Auch beim HSC 2000 Coburg sind mehrere Spieler bereits in Quarantäne. Insgesamt gehen Behörden und die Verantwortlichen des HSC derzeit von rund 30 Kontaktpersonen aus.

Trainingsbetrieb eingestellt

Der Spieler hatte bisher keinerlei Symptome. "Wir arbeiten nun daran, alle direkten Kontakte, die der Spieler hatte, zurückzuverfolgen. Auch wenn es bisher keine behördliche Anordnung dazu gab, haben wir den Trainingsbetrieb im gesamten Jugend- und Schülerbereich vorsorglich für die kommenden Tage ausgesetzt", erklärt HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel. Oberstes Ziel sei es, eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Notfallplan greift

Der HSC 2000 Coburg ist auf mögliche Infektionen gut vorbereitet und hatte bereits einen Notfallplan aufgestellt. "Wir haben sofort alle Eltern informiert, unsere Jugendtrainer haben sich hier schnell um die Situation gekümmert," ist Apfel dankbar.

Vorsorglich an Eltern gewandt

Auch die Schulleitung des Gymnasiums Ernestinum hat bereits reagiert und vorsorglich in einer Mitteilung an die Eltern darauf hingewiesen, dass "Kontaktpersonen einer Corona-infizierten Person keinesfalls die Schule betreten dürfen, selbst wenn aus Zeitgründen noch keine Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamts ergangen ist".

Schüler mit eindeutigen Krankheitssymptomen wie beispielsweise Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starke Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürften ebenfalls nicht in die Schule kommen dürfen. Bei leichten Erkältungssymptomen wie Schnupfen oder gelegentlichem Husten sei ein Schulbesuch erst möglich, wenn innerhalb von 24 Stunden keine Symptome mehr auftreten.