Die VR-Bank Coburg hat das vergangene Geschäftsjahr nicht nur besser abgeschlossen, als erwartet, sie konnte auch den seit acht Jahren ungebrochenen Wachstumskurs fortsetzen. "Unsere Bilanzsumme ist deutlich gestiegen. Wir bewegen uns mittlerweile auf die 1,3 Milliarden zu", berichtete Vorstandsvorsitzender Karlheinz Kipke bei der Vorstellung des Geschäftsberichts am Freitag. Die Bilanzsumme steigerte sich 2013 um 22,6 Millionen auf rund 1,26 Milliarden Euro.

Unternehmer investieren

Besonders beim Kreditvolumen legte die Bank im vergangenen Jahr noch einmal kräftig zu. Ein Neugeschäft von deutlich über 100 Millionen zeige, dass die Nachfrage nach Baukrediten nach wie vor hoch sei, erläuterte Vorstand Wolfgang Gremmelmaier.
Auch wenn die hiesige Region längst "nicht so prosperierend wie München" sei, verzeichnete die Bank bei den Krediten dennoch ein Plus von 5,3 Prozent auf rund 469 Millionen Euro. Auch für die kommenden Monate sind Gremmelmaier und Kipke optimistisch, denn die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt werde nicht nachlassen und viele regionale Unternehmen seien wieder bereit zu investieren.

Einen "Rekordwert" meldet die VR-Bank bei den Kundeneinlagen: Sie stiegen um 39 Millionen Euro auf 1,014 Milliarden. "Wir haben erstmals die Milliarden-Grenze geknackt", berichtete Gremmelmaier. "Wir machen eben kein Casino-Banking." Im Fokus der Kunden stehe derzeit die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten.

Die gut 26 .000 Mitglieder, die Geschäftsanteile der VR-Bank halten, könnten wieder mit einer Dividende von vier Prozent rechnen, kündigte Kipke an. "Damit liegen wir weit über dem Zinsniveau für vergleichbare Kapitalanlagen." Seit einigen Monaten profitierten die Privatkunden auch vom Wegfall der Überziehungszinsen.

Zehn Prozent Auszubildende

Die rund 80.000 Kunden der VR-Bank Coburg werden aktuell von 302 Mitarbeitern betreut. Gut zehn Prozent davon sind Auszubildende. Allein 14 neue Azubis seien im vergangenen Jahr eingestellt worden.

Investiert hat das Kreditinstitut auch in die Modernisierung und Instandhaltung seiner Filialen, in Servicetechnik und die Sicherheit. Verändertes Kundenverhalten, gesetzliche Vorschriften und erhöhte Sicherheitsbestimmungen machten manche Standorte unrentabel, sagte Kipke. In Rödental werden daher die kleinen Filialen Mönchröden, Oeslauer Straße und Einberg geschlossen und im Gegenzug der Standort am Bürgerplatz deutlich erweitert. "Die Kunden wollen nicht nur Service, sondern auch Beratung, deshalb bündeln wir", so Kipke. Die Mitarbeiter der drei Filialen würden alle am Bürgerplatz eingesetzt. Aktuell entsteht direkt am Rathaus in Grub am Forst ein neues Beratungszentrum, das Ende Juni eröffnet werden soll. Und in Bad Rodach sollen, ähnlich wie in Rödental, auch Standorte gebündelt werden.