Die Coburger Kaminkehrer veranstalteten auch in diesem Jahr wieder kurz vor Silvester ihre Tombola in der Coburger Fußgängerzone. Hintergrund: Im Jahr 2005 hatte sich der Verein "Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern" gegründet. Und auch heuer wieder kam der Erlös der Tombola - immerhin 3000 Euro! - der Stiftung für krebskranke Kinder Coburg zugute.

Gegründet wurde der Verein durch den leider bereits verstorbenen Bezirksschornsteinfegermeister Jürgen Stricker, der durch seine eigene Betroffenheit feststellen musste, dass Handlungsbedarf im Bereich der Kinderkrebsforschung und der Unterstützung der Kinder und Familien besteht. Die Idee, dass sich ein Handwerk, dem man nachsagt, Glück zu bringen, bundesweit für krebskranke Kinder einsetzt, hat inzwischen Nachahmer in ganz Deutschland gefunden.

Es sei dieses Jahr bereits die 12. Aktion, so der ehemalige Bezirksschornsteinfegermeister und heutige Vorsitzender des Vereins, Hans Schreiber. Für die Tombola seien 1500 Preise von heimischen Firmen zur Verfügung gestellt worden. Jedes Los war auch ein Gewinn - und zwar in doppelter Hinsicht. Denn zum einen gab es keine Nieten, zum anderen wurde der volle Preis eines jeden Loses zu 100 Prozent der Stiftung für krebskranke Kinder gespendet.

Die Aktion der Kaminkehrer sei für die Stiftung sehr erfreulich, da sie eine jährlich wiederkehrende Sache sein, so Stiftungsvorsitzender Uwe Rendigs. Die Stiftung könne das Geld gut gebrauchen, da auch regelmäßige monatliche Zahlungen an die betroffenen Familien erfolgen. Außerdem könne jederzeit, so Uwe Rendigs, ein neuer Fall auf die Stiftung zukommen, wo finanzielle Hilfe benötigt werde.