Genauer gesagt: Anna Hünnerkopf. Sie hatte die Idee, aus über 200 Papiervögeln die Form eines Baums zu gestalten. Anna Hünnerkopf studiert Integriertes Produktdesign an der Hochschule Coburg. Professor Peter Raab stellte im Wintersemester 2018/19 seinen Studenten die Aufgabe, einen Weihnachtsbaum zu gestalten, der die Betrachter zum Träumen bringt.

"Freedom" hat Anna Hünnerkopf ihren Entwurf betitelt: Vögel schweben in die Freiheit, in der Summe ergeben sie die Kegelform eines Weihnachtsbaums. Dieser Entwurf überzeugte Antonia Boström, Direktorin der Sammlungen im V&A-Museum.

Dann musste der Entwurf in einen gut 4,70 Meter hohen "Baum" umgesetzt werden. Das gelang dank zahlreicher Helfer und Sponsoren, angefangen bei den Studierenden, die die Papiervögel in Handarbeit falteten über die Metaller-Azubis bei Kaeser, die die Halterungen für die Stangen anfertigten. Frank Schäff (Schäffsache) tüftelte die Halterungen aus, Carlos Prestien (Cipres, Ahorn) stellte sie im 3D-Druck her.

Beim Probeaufstellen des Baums Ende Oktober klappte alles nach Wunsch. Nach Begutachtung durch die V&A-Vertreter wurde er in Kisten verpackt und am Wochenende nach London geschickt. Eine Nacht hatte das sechsköpfige Team nun Zeit, ihn aufzubauen, damit er bei der Museumsöffnung am Dienstag strahlte.