• Tierarzt aus Rossach warnt: Hundeköder in Coburg ausgelegt
  • Köder mit Stecknadeln gespickt - Hündin mit Nadeln im Körper in Praxis
  • "Bitte seid vorsichtig": Polizei ermittelt - Zeugen gesucht

Die Kleintierpraxis Dr. Peter Beck in Rossach warnt eindringlich vor Hundeködern in Coburg. Der traurige Grund: Am Samstagmorgen (30. Juli 2022) ist eine Hündin Opfer eines gefährlichen Köders geworden. Das arme Tier übergab sich daraufhin. Bereits im Erbrochenen "kamen die ersten Nadeln mit den bunten Köpfen zum Vorschein", schildert das Tierarzt-Team auf seiner Facebook-Seite. Das präparierte Fleisch sei zuvor "mit vielen Stecknadeln" ausgelegt worden.

"Wesentlich größere Anzahl von Nadeln": Gemeine Hundeköder in Coburg ausgelegt

Die Hündin hat den Köder an der Itz in Coburg aufgenommen. "Im Bereich des Kletterzentrums" fraß der Hund einer 45-Jährigen ein Stück Fleisch, wie die Praxis berichtet. Die Polizeiinspektion Coburg erklärt am Montag (1. August 2022), der Vorfall habe sich auf dem "Fußweg hinter dem Sportgelände in der Wiesenstraße an der Itz" zugetragen. 

Bereits kurz nach der Aufnahme erbrach sich der Hund. "Sowohl im Erbrochenen als auch im Kot des Hundes fanden sich im Nachhinein mehrere Stecknadeln", teilt die Polizei mit. Die Röntgenaufnahmen am Sonntag ergaben, "dass es um eine noch wesentlich größere Anzahl von Nadeln geht, die per Behandlung und sorgfältiger Kontrolle entfernt werden muss", so die Tierarztpraxis. "Der Hündin geht es momentan gut", schreibt die Praxis am Sonntag (31. Juli 2022).

Ob sich neben den Stecknadeln auch Giftstoffe in dem Köder befanden, werde eine Untersuchung des Mageninhalts zeigen, berichtet die Polizei. Derweil ermittelt die Coburger Inspektion wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung. Sachdienliche Zeugenhinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 095616450 entgegen. "Bitte seid sehr vorsichtig im betroffenen Bereich und sammelt unbedingt fragliche Dinge ein", betont die Kleintierpraxis.