Ist in Neuses alles klar? Gibt es hier etwas zu beanstanden? Mit diesen und anderen Fragen rund um den Coburger Stadtteil beschäftigten sich die Mitglieder des Bürgervereins (BV) Neuses bei ihrer Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende Manfred Meyer wies darauf hin, dass der BV in absehbarer Zeit eine Bürgerversammlung bei der Stadt beantragen werde. Dazu würden alle Neuseser Bürger eingeladen werden.

Folgende Themen wurden besprochen: der Bahnübergang in der Friedrich-Rückert-Straße, Hupen des Schienenverkehrs nach 22 Uhr, weitere Abfallbehälter und Hundetütenspender am Goldbergsee, der Zeitplan für den Brückenbau in der Rodacher Straße, ein barrierefreier Zugang in den Rückert-Park für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Radfahrer sowie die gefahrlose Straßenquerung für Fußgänger im Bereich Gutenberg- und Friedrich-Rückert-Straße.

Die Mitglieder sprachen außerdem die Notwendigkeit des Ausbaus der Staatsstraße 2205 an. Meyer betonte, das sei in Neuses seit Jahren ein Thema. Ursprünglich habe der BV im vergangenen Jahr die Absicht gehabt, vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth eine Demonstration zu veranstalten, um auf die Notwendigkeit des Ausbaus hinzuweisen. Da der ehemalige Richter in Pension gegangen sei und seine junge Nachfolgerin sich recht schnell und teils vor Ort mit dieser Problematik auseinander gesetzt habe, habe der Vorstand dieses Vorhaben der Demonstration jedoch aufgegeben.

Meyer wies auch darauf hin: "Etwas überraschend kam im vergangenen Jahr Bewegung in das Klageverfahren gegen den Neubau der Staatsstraße. Wie berichtet, hat das Verwaltungsgericht Bayreuth im Oktober 2015 die beiden Klagen abgewiesen. Leider sind die Kläger in Berufung gegangen. Nun muss der Verwaltungsgerichtshof in München entscheiden." Dem könnte laut Meyer gegebenenfalls noch ein weiteres Verfahren vor dem Bundesgericht folgen. Für ihn sei erkennbar, dass wohl noch einige Zeit verstreichen wird, bis eine Entscheidung vorliegt. Froh dürfe man sein, dass das erste Teilstück ab dem Kaeserkreisel, also auf städtischem Grund, fertig sei.


Dichterjahr

In diesem Jahr soll - anlässlich des 150. Todestages von Friedrich Rückert - am Rückerthäuschen eine Veranstaltung stattfinden. Hier sei geplant, die Kinder der Grundschule Gedichte von Rückert vortragen zu lassen. Im Internet kann man sich unter rueckert-weltpoet.de über die Veranstaltungen informieren.

Bezüglich der Vorstandswahl ließ Meyer im Protokoll festhalten, dass er sich noch für eine Periode (drei weitere Jahre) als Vorsitzender zur Verfügung stelle. Er sei bereits 33 Jahre im Amt und so werde es Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen.

Ähnlich erging es dem Kassierer Walter Neubauer. Dieser übt sein Amt seit 38 Jahren aus. Auf die Frage, ob er bereit sei, das Amt weiterzuführen, stellte er die Gegenfrage: "Was macht ihr, wenn ich absage?" Etwas später stimmte er einer Wiederwahl zu. Als Zweiter Vorsitzender wurde Harald Griebel gewählt. Schriftführer wurde Frank Zeitner und stellvertretende Schriftführerin Vroni Schlücke.

In den Ausschuss kamen: Uwe Bätz, Dieter Duda, Fabian Essl, Verena Essl, Udo Franke, Peter Meyer, Ehrenmitglied Horst Rückert, Roland Scheler, Lothar Schöffel, Michael Staffel, Uwe Treyse und Bianca Nestmann - sie möchte sich um die Jugendlichen kümmern. Für mehr als 40 Jahre Treue zu ihrem Bürgerverein wurden Willibald Fehn, Herbert Glier, Herbert Hausschild, Werner Lämmrich Rüdiger Götz, Gerda Dickten, Hermann Dietl, Udo Franke, Rainer Hartleb, Horst Schmidt und Karl-Heinz Schmidt geehrt.