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Bad Rodach
Prunksitzung

Bad Rodacher Narren ließen es krachen

Mit einem fünfstündigen Programm zum Faschingsauftakt hat die Faschingsgesellschaft Bad Rodach (Landkreis Coburg) das Publikum begeistert.
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Impressionen von der Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Bad Rodach. Foto: Henning Schuster
Impressionen von der Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Bad Rodach. Foto: Henning Schuster
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Eines ist sicher: Sobald der Faschings-Schlachtruf "Bommel Bommel" ertönt, schallt aus mindestens mehreren Dutzend Kehlen ein kräftiges "Helau" zurück. Bei der 20. Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Bad Rodach am Samstag in Gerold Strobel-Halle zeuget das zigfache "Bommel Bommel Helau" denn auch von bester Stimmung beim flotten und spritzigen Programm.
Nach der Eröffnung mit Sitzungspräsident Herbert Müller und dem Kinderprinzenpaar Lena I. ("Kupferprinzessin zum Wallgraben in Rodach") und Prinz Anton I. ("von und zu Heldritt") mussten die Gäste kurz warten: Einige der kleinen Tanzmäuse "mussten" ebenfalls nochmal, bevor sie "Mogli und seine Freunde" zeigen konnten. Doch ließ der Applaus für den Tanz unter Leitung von Nadine Geier und Viktoria Räther nicht lange auf sich warten.
Ebenso feierte das Publikum die beiden Tanzmariechen Klara Siegfried und Jule Müller, die nach Einstudierung von Nadine Löffler zu brillieren wussten.


Aus der Faschingshochburg

Anna Madouche, gebürtige Mainzerin und als Mutter des diesjährigen Prinzen auch "Queen Mum" betitelt, hoffte für die "Therme Natur" auf sprudelnde Goldquellen, damit bald der Rubel rollt. Sie gönnte sich aber auch den kleinen Seitenhieb auf das Durchschnittsalter der Badegäste: "Man lässt hier in Entspannungstaumeln Seele und Cellulitis baumeln".
Zu einer Reise um die Welt luden unter dem Motto "Schiff Ahoi" die "Lollipops" mit ihren Trainerinnen Nadine Geier und Viktoria Räther ein, bevor Arne Müller und Matthias Thumser bei den "Tagesthemen" die aktuellen Entwicklungen von Roßfeld bis Stockholm und von Bad Rodach bis Washingtonauf die Schippe nahmen. Dazu gehörte ein eindringliches Bekenntnis zur Rodacher Bratwurst am Thermalbadparkplatz von Herbert Müller. Letzterer stieg gleich darauf mit Enkel Jan Luca Müller in die Bütt, wo es nicht nur wegen des Altersunterschieds zu amüsanten Wortspielereien kam.
Gleich mehrere Aufgaben bis zum Balletttänzchen im Tüllrock mussten Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD), seine Stellvertreterin Christina Butterer (FW) und die Dritte Bürgermeisterin Nina Klett (CSU) bewältigen, bevor sie wieder ins Publikum entlassen wurden - das Applausometer zeugte davon, dass es ruhig noch mehr Aufgaben dieser Art hätten sein können. Mit ihrem "Cheerdance" ließ die Gruppe "Let"s dance" die Halle nochmals toben, bevor Dieter Hohnbaum sie mit seinem singenden Saxophon in die Pause begleitete.


Wenn Männer Ballett tanzen

Wie immer riss kurz darauf das Männerballett der Faschingsgesellschaft die Gäste zu Begeisterungsstürmen hin. Die nicht leichte Aufgabe der Trainerin hatte hier Tamara Müller übernommen. Welche Verwicklungen um eine Tasse oder ein Kännchen Kaffee entstehen können, zeigten Carola und Manfred Kratschmann beim Sketch "Neulich im Cafe". Wer in 18 Minuten zu 18 verschiedenen Liedern verschiedenste Charaktere von Roy Black bis Milli Vanilli darstellen kann, steckt mittendrin in einem "Crazy Mix" - Arne Müller, Matthias Thumser und Sebastian Schubert taten genau dies. Hinter der Bühne halfen ihnen dabei Tamara Müller und Jana Pertsch.
Erneut tänzerische und akrobatische Höchstleistungen gab es beim Auftritt der Prinzengarde unter der Leitung von Nadine Löffler zu bejubeln. Ein Zeichen gegen die Politikverdrossenheit setzte Arne Müller als "neuer Stern am Polithimmel", der sich allerdings von Reporter Sven Stephan einige Fragen stellen lassen musste.
In eine Disco-Night der späten 70er Jahre entführte die Showtanzgruppe der Faschingsgesellschaft ihr Publikum, bevor die "Johannislärchen" des Elferrats mit ungeheurer Inbrunst und gekonnten Knabenchor-Klängen zum großen Finale mit allen Teilnehmern überleiteten.