Ein bisschen wild schaut er aus, wie er so da oben auf dem Schlot der Brauerei Schleicher steht und sich von oben bis unten putzt: ziemlich schmutzig und reichlich zerzaust. Aber er ist wieder zurück in seinem Sommerquartier! Der Kaltenbrunner Storch ist seinem Ruf gerecht geworden und als erster Vertreter seiner Gattung im Landkreis angekommen. "Am Mittwoch haben wir ihn zum ersten Mal auf dem Horst gesehen", sagte gestern Lorenz Döllinger von der Brauerei Schleicher.

Dass der Storch so früh dran ist, überrascht Frank Reißenweber nicht. Der Diplombiologe am Landratsamt und Kreisvorsitzende im Landesbund für Vogelschutz (LBV) verfolgt die Storchen-Populationen in der Region schon lange und weiß deshalb: "Der Kaltenbrunner ist immer früh dran." Es gab Jahre, da saß er sogar schon im Februar auf seinem Horst - eine Woche bis 14 Tage später trudelte dann meistens auch seine Partnerin im Itzgrund ein.
Frank